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Neue Medien

Digitaler Stress macht krank

Digitale Medien beziehungsweise unser Umgang mit ihnen sind immer häufiger für Stress verantwortlich. Das zeigte eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik mit über 5000 Erwerbstätigen.
Isabel Weinert
05.11.2020  13:00 Uhr

Zwölf Hauptstressoren machten die Wirtschaftsinformatiker um Professor Dr. Henner Gimpel ausfindig. An erster Stelle nannten die Befragten das Gefühl, sich von digitaler Technik dauernd überwacht und bewertet zu fühlen. An zweiter Stelle folgt das Empfinden, die Privatsphäre werde verletzt. Platz drei belegen technische Probleme.

Das bleibt nicht ohne Folgen: Laut den Studienautoren kann die Arbeitsleistung abnehmen, Unzufriedenheit und Gereiztheit können sich entwickeln, ebenso eine Entfremdung vom Betrieb, aber auch gesundheitliche Folgen bis hin zum Burnout treten auf. Als Lösungen nennen die Wissenschaftler den Einsatz eines »Help Desk«, einen Ansprechpartner zu diesem Thema im Unternehmen, aber auch technische Möglichkeiten, sich für eine Weile aus dem digitalen Dauerfeuer auszuklinken. Gegen digitalen Stress wappne eine gute Beziehung zu den Vorgesetzten, die im Umgang mit den digitalen Errungenschaften als Vorbilder fungieren sollten. 

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