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Früherkennung

Durchblick beim Grauen und Grünen Star

Anders als eine Glaukom-Operation, bringt die Operation einer Katarakt den Betroffenen meist eine deutliche Verbesserung ihrer Sehkraft. Mehr noch: Viele Brillenträger brauchen danach nur noch eine schwächere oder gar keine Sehhilfe mehr. Denn bei dem Eingriff wird die getrübte Linse verflüssigt und abgesaugt sowie durch eine Kunstlinse ersetzt, deren Brechkraft individuell berechnet wird. Dadurch können vorher bestehende Fehlsichtigkeiten ganz oder teilweise ausgeglichen werden. So lässt sich etwa ein Auge, das zuvor kurzsichtig war, so einstellen, dass es ohne Brille für die Ferne gut sieht.

Allerdings kann eine Kunstlinse keine Naheinstellung (Akkommodation) leisten, wie es die junge natürliche Linse kann. Deshalb bleibt man nach einer Kunstlinsen-Implantation weiter alterssichtig und braucht eine Lesebrille – außer, wenn man sich zum Einsatz von Multifokallinsen entscheidet, die aber nicht für jeden Patienten geeignet sind. Die Wahl der geeigneten Kunstlinse sollte vorab nach individueller augenärztlicher Beratung erfolgen. Es ist an den Patienten zu entscheiden, in welchem Bereich (Ferne, Nähe oder Zwischenentfernungen) sie auch ohne Brille möglichst scharf sehen möchten. Für die Staroperation ist in den meisten Fällen nur eine örtliche Betäubung erforderlich, sodass sie ambulant durchgeführt werden kann. Die Linsen werden jedoch in getrennten Sitzungen, zwischen denen mehrere Tage bis Wochen liegen, ausgetauscht.

Nach der Operation halten Antibiotika- und entzündungshemmende Cortisol-haltige Augentropfen das Auge keimfrei. Die Tropfen müssen mehrmals täglich für etwa fünf Wochen in abnehmender Häufigkeit eingeträufelt werden. Freilich sollte beim Duschen oder Haarewaschen in den ersten Wochen kein Wasser ins Auge gelangen.

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