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Eisen: Bringt Sauerstoff und Farbe ins Leben

Falsch dosiert, was nun?

Eine Überdosierung an Eisen allein durch die Nahrung ist nicht möglich. Der menschliche Organismus hat dazu eine körpereigene Schutzfunktion entwickelt. Eine Überversorgung wird durch eine Senkung der Eisenaufnahme aus dem Darm verhindert.

Anders sieht es bei einer erblich bedingten Stoffwechselerkrankung aus, der Hämochromatose. Bei dieser Eisenspeicherkrankheit wird Eisen vermehrt im Organismus eingelagert, vor allem in Leber, Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel. Unbehandelt treten als Spätfolgen Diabetes mellitus, Leberschäden (Zirrhose), Braunfärbung der Haut, schwere Gelenkbeschwerden und Herzschäden, Impotenz oder auch Ausbleiben der Regelblutung auf. Wenn die Hämochromatose frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird, haben Betroffene eine normale Lebenserwartung. Ohne ärztliche Behandlung verläuft diese Erkrankung oft tödlich.

Gut zu wissen …

Um genügend Eisen aufzunehmen, mussten Kleinkinder früher oft Spinat essen. Farbe und Geschmack waren vielen Knirpsen aber nicht angenehm und so wurde der grüne Brei häufig ausgespuckt. Heute weiß man, dass Spinat nicht so eisenhaltig ist wie immer angenommen. Schuld ist ein Dezimalstellenfehler in der Mengenangabe, bei dem das Komma eine Stelle nach rechts rutschte. Dieser Fehler wurde in den 1980er-Jahren entdeckt und über Jahrzehnte mitgeschleppt. Trotz dieses Fehlers zählt Spinat aber immer noch zu den eisenhaltigen Lebensmitteln. Sein Nachteil allerdings: die Oxalate, die ebenfalls darin enthalten sind, hemmen die Eisenresorption im Darm.

Hämochromatose-Patienten wird geraten, auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten, die Eisen und Vitamin C enthalten. Da dieses Vitamin die Eisenaufnahme fördert, sollten maximal 500 Milligramm Vitamin C am Tag aufgenommen werden. Diese Menge gilt für die Nahrung inclusive einer zusätzlichen Supplementierung.

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