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Einnahme als Supplement

Eisen nicht zu hoch dosieren

Intermittierende Gabe alle zwei Tage

Intermittierende Gabe alle zwei Tage

Laut S1-Leitline »Eisenmangelanämie« sind Eisen-II-Sulfat und -Fumarat Mittel der Wahl bei einer entsprechenden Diagnose. Dabei sei eine orale Gabe der intravenösen grundsätzlich vorzuziehen. Begonnen werden sollte mit einer Dosis von 50 bis 100 mg pro Tag. »Auf die Eisenaufnahme reagiert der Körper mit einer Erhöhung des Hepcidin-Levels über etwa 24 Stunden«, sagte Ude. Daher werde in der Leitlinie eine intermittierende Gabe alle zwei Tage vorgeschlagen, die auch besser verträglich sei. Eine Gabe von zwei Dosen am Tag sei nicht sinnvoll. Die Dosierung sollte zudem nicht beliebig hoch sein. »Weniger ist mehr und mit Abstand«, sagte Ude. Bei der Behebung des Eisenmangels sei Geduld gefragt.

Wenn es aber notwendig ist, die Eisenspeicher rasch zu füllen, etwa bei Patienten mit Herzinsuffizienz, könne eine Eisensupplementation auch intravenös erfolgen. Dafür seien bestimmte Sicherheitsvorkehrungen nötig, informierte der Apotheker. 

Für die orale Supplementation stünden spezielle Präparate wie magensaftresistente Arzneiformen, die die Magenschleimhaut vor Reizungen durch die Eisenionen schützen, oder Kombinationen mit Vitamin C zur Verfügung, die die Eisenresorption erhöhen sollen. Das im Präparat vorhandene Vitamin C sei zu diesem Zweck ausreichend dosiert, so Ude. Man könne Eisenpräparate aber auch mit Orangensaft oder gelöster Ascorbinsäure einnehmen. Nahrungsergänzungsmittel seien zur Substitution ungeeignet.

Deutlich seltener als ein Eisenmangel ist eine Eisenüberladung, die angeboren oder erworben sein kann. Mögliche Ursachen einer Eisenspeicherkrankheit, der Hämochromatose,  sind eine angeborene gestörte Hepicidin-Ferroportin-Achse oder ein gestörter Eisentransport. Eine erworbene Ursache ist eine akute Eisenintoxikation. An den angeborenen Hämochromatose leiden vor allem Männer, da bei prämenopausalen Frauen der regelmäßige Blutverlust durch die Menstruation den Eisenspiegel so weit reduziert, dass keine Symptome entstehen. Mittel der Wahl in der Therapie ist der regelmäßige Aderlass; es sind aber auch Chelatbildner wie Deferoxamin, die die Eisenionen abfangen, verfügbar.

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