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Helicobacter pylori

Eradikation nicht nach Schema F

Eine Therapie, um H. pylori zu eradizieren, ist nicht ganz einfach, durchzuhalten: Viele Tabletten sind regelmäßige und konsequent einzunehmen. Versäumt der Patient nur 10 Prozent der Tabletten etwa einer Tripletherapie oder hält er die Behandlung nicht konsequent eine bis zwei Wochen durch, sinkt der Behandlungserfolg um 20 bis 30 Prozent. Hier ist das Apothekenteam gefordert, den Patienten aufzuklären und zu unterstützen.

Zwei Präparate helfen, die Patienten-Adhärenz zu verbessern: Zacpac® für die Tripel- und Pylera® für die Quadrupeltherapie. In Zacpac sind Pantoprazol und die beiden Antibiotika in sieben zweigeteilten Tagesblistern mit je einer Morgen- und Abenddosis enthalten. So bietet ein Blisterstreifen alle erforderlichen Arzneiformen.

Pylera zeichnet sich dadurch aus, dass es die antimikrobiellen Substanzen in einer Darreichungsform enthält. So ist eine optimale Verteilung gewährleistet. Das Bismut-Kalium-Salz, Metronidazol und Tetracylin sind in einer zweischichtigen Hartkapsel verarbeitet, in der äußeren Hülle sind Bismut-Kalium-Salz und Metronidazol enthalten, im Inneren ist Tetracyclinhydrochlorid eingearbeitet. Das PPI muss gesondert eingenommen werden. Das tägliche Dosisschema von Pylera sieht die Einnahme von viermal drei Kapseln Pylera nach den Mahlzeiten sowie je eine 20-mg-Tabletten Omeprazol (oder anderes PPI) morgens und abends eine halbe Stunde vor dem Essen über zehn Tage vor.

Vier Wochen nach Ende einer Eradikationstherapie ist der Therapieerfolg zu überprüfen. Denn verbesserte Symptome lassen nicht automatisch auf das Ansprechen der Therapie schließen. Oft verschwinden Symptome auch bei erfolgloser Therapie, kehren dann aber nach einiger Zeit wieder zurück.

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