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Entzündung eindämmen

Essen bei Rheuma

Osteoporose entgegenwirken

Bei regelmäßiger Einnahme von Glucocorticoiden kann sich mit der Zeit eine Osteoporose entwickeln. Deshalb sollten Rheumapatienten auf eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D achten. Milch und Milchprodukte sind gute Calciumlieferanten, wobei die fettarmen Varianten zu bevorzugen sind. Denn auch das Milchfett enthält Arachidonsäure, und je mehr Fett, desto mehr des Entzündungsstoffes ist enthalten. Aber auch pflanzliche Lebensmittel wie Brokkoli, Fenchel, Grünkohl, Haselnüsse oder Mandeln können zur Versorgung mit Calcium beitragen, ebenso wie calciumreiche Mineralwässer. Vitamin D sorgt dafür, dass Calcium aus dem Darm aufgenommen und in den Knochen eingebaut wird. Der Körper produziert das Vitamin hauptsächlich selbst, indem er UV-Strahlen der Sonne über die Haut aufnimmt. Daher gilt für Rheumapatienten ganz besonders, sich genügend draußen zu bewegen und dem Sonnenlicht auszusetzen. Da viele Patienten zu wenig Vitamin D im Körper haben, wird es häufig als Nahrungsergänzung verordnet.

Fasten gegen Schmerzen

Außerdem können Arzneimittel pflanzlichen Ursprungs die verschiedenen Rheumabehandlungen unterstützen. Zum Beispiel haben Extrakte der Teufelskralle oder Nachtkerze schmerzlindernde sowie entzündungshemmende Eigenschaften. Die Wirksamkeit ist durch Studien aber nicht eindeutig belegt. Auch verschiedene Gewürze enthalten Wirkstoffe, die entzündliche Prozesse im Gewebe eindämmen. Ingwer und Kurkuma sind hier besonders hervorzuheben. Es spricht nichts dagegen, diese Gewürze reichlich ins Essen zu geben. Es gibt aber keine zuverlässigen Ergebnisse aus Studien, ob beispielsweise Kurkuma-Präparate gegen Gelenkbeschwerden helfen oder nicht. Um einen unkontrollierten Einsatz zu vermeiden, sollten Patienten solche Präparate nicht auf eigene Faust einnehmen.

In Untersuchungen, die sich mit dem Fasten bei Rheumapatienten beschäftigen, sinkt die Zahl der schmerzhaften und geschwollenen Gelenke während des Nahrungsverzichts ab. Außerdem verbessert sich nach wenigen Tagen die Beweglichkeit der Gelenke. Die positiven Effekte des Fastens beruhen unter anderem auf der ausbleibenden Zufuhr der Arachidonsäure. Während des Fastens vermindert sich außerdem das viszerale Bauchfett. Ergebnisse aus Fastenstudien zeigen, dass sich Fasten und eine anschließende vegetarische Ernährung langfristig günstig auswirken können. Betroffenen fällt es nach den erfreulichen Erfahrungen des Fastens zudem oft leichter, die Ernährung umzustellen, hin zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln. Kranke Menschen sollten aber nur unter fastenärztlicher Aufsicht, am besten in einer Klinik, fasten. Fastenärzte können unterstützende Maßnahme optimal und individuell einsetzen und mit der bestehenden Medikation sorgfältig umgehen.

Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen können ihre Therapie mit einer vorwiegend vegetarischen Ernährung aktiv unterstützen und ihren Krankheitsverlauf verbessern. Eine vollwertige Kost hilft außerdem, überflüssige Pfunde zu verlieren. Nicht zuletzt trägt die Ernährung maßgeblich dazu bei, Erkrankungen zu verbessern, die häufig gemeinsam mit Rheuma auftreten wie Typ-2-Diabetes, Arteriosklerose oder Fettstoffwechselstörungen. Beispielsweise senkt die Aufnahme von Omega-3-Fettsäure-reicher Kost zugleich das kardiovaskuläre Risiko. Neben der Ernährung spielen zudem Bewegung und Entspannung sowie genügend Schlaf eine große Rolle, um Entzündungsprozesse im Körper zu vermeiden. 

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