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Mehr als nur Jod

Essen für die Schilddrüse

Die Schilddrüse hat bei gesunden Erwachsenen nur etwa die Größe einer Walnuss, trotzdem aber enormen Einfluss auf das körperliche und geistige Wohlbefinden. Damit sie normal arbeiten kann, ist sie auf kontinuierliche Zufuhr an Spurenelementen angewiesen. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung hilft dabei.
Inka Stonjek
25.05.2020
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Das schmetterlingsförmige Organ sitzt zwischen Luftröhre und Kehlkopf. Ihre Hauptaufgabe ist, den Körper mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4, auch Tyroxin genannt) zu versorgen. Sie haben bei nahezu allen Körperfunktionen ihre Finger im Spiel und entscheidenden Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel. So regulieren sie beispielsweise den Energieverbrauch, die Körperwärme, das Herz-Kreislauf-System, die Sexualität und das seelische Wohlbefinden. Bei Kindern beeinflussen sie zusätzlich die körperliche und geistige Entwicklung.

Diese physiologischen Wirkungen werden im Wesentlichen durch das freie T3 ausgelöst. Es ist die aktive Form der Schilddrüsenhormone, dessen biologische Aktivität die des T4 um das Drei- bis Fünffache übertrifft. T4 hingegen wirkt als Prohormon. Gebunden vor allem an das Thyroxinbindende Globulin (TBG) zirkuliert es im Blut. Es hat mit etwa sieben Tagen eine deutlich längere Halbwertszeit als T3 (nur etwa einen Tag) und stellt dadurch ebenso eine Depotform dar. Würde die Schilddrüse abrupt an der Hormonausschüttung gehindert, befände sich nach einer Woche immer noch die Hälfte des T4 im Blut. Extreme Tagesschwankungen wie etwa beim Cortisol bleiben dadurch aus.

Von allein arbeitet die kleine Drüse nicht. Den nötigen Befehl dazu erhält sie direkt vom Gehirn. Dort wird im Hypothalamus das Thyreotropin Releasing Hormon (TRH) gebildet, das wiederum die Hirnanhangdrüse zur Ausschüttung des Thyreotropin Stimulating Hormons (TSH) anregt. Erst, wenn die Schilddrüse eine bestimmte Menge an TSH im Blut registriert, setzen ihre Follikel die T3- und T4-Produktion in Gang und geben die Moleküle anschließend ins Blut ab. Diese Menge wiederum erkennt die Hirnanhangdrüse und drosselt ihre TSH-Produktion. Diese gegenseitige Regulation sorgt für ein konstantes Hormonniveau.

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