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Von Verstopfung bis Kulturgut

Fakten rund ums stille Örtchen

Das Klo, der Lokus, der Abort – für die Toilette finden sich in der deutschen Sprache zahlreiche Begriffe und Synonyme. Ein eigenes WC ist für die meisten Menschen in Deutschland selbstverständlich, weltweit betrachtet sieht das anders aus.
dpa/Katja Egermeier
19.11.2019
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Nach Daten der Vereinten Nationen leben 4,2 Milliarden Menschen weltweit ohne sichere Sanitärversorgung. 893 Millionen Menschen machen ihr Geschäft im Freien. Rund zwei Milliarden Menschen nutzen Wasserquellen, die durch Fäkalien verunreinigt sind. Die UN sprechen von einer weltweiten Hygienekrise. Werden menschliche Ausscheidungen nicht hygienisch entsorgt, können darüber Krankheiten übertragen werden. Jährlich sterben dadurch nach Schätzungen rund 400.000 Menschen.

In Deutschland, beispielsweise in Berlin, werden pro Kopf und Tag etwa 34 Liter Wasser die Toilette hinuntergespült. Dank einer inzwischen üblichen Spartaste werden statt 8 nur rund 4,5 Litern Wasser dazu verwendet. Das Spülwasser ist notwendig, um den Dreck zum nächsten Pumpwerk zu befördern. Es müsse immer mal wieder nachgespült werden, sagt ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Das sei auch deshalb wichtig, weil insgesamt immer weniger Wasser benutzt werde, gleichzeitig aber viele Dinge im Klo landeten, die dort nicht hingehörten. Unangenehme Folge zu geringen Spülens können demnach Verstopfungen und Fettablagerungen in den Abwasserleitungen sein.

Das Klo ist kein Mülleimer

Nichts in der Toilette zu suchen haben beispielsweise Essensreste, Medikamente, Tampons, Kondome, Slipeinlagen, Zigarettenkippen, Feuchttücher, Wattepads, Lösungsmittel sowie Farb- und Lackreste. Derlei Dinge können für Verstopfungen und aufwendige Entsorgungsmaßnahmen sorgen sowie Schäden an den Pumpwerken bewirken. Im Klo entsorgte Essensreste locken zudem Ratten an.

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