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Gesunde Ernährung

Fettstoffwechsel im Lot

Von einer gesundheitsbewussten Ernährung profitieren letztlich alle, vor allem aber die, die an Fettstoffwechselstörungen leiden, ohne es zu wissen. Wurden bereits erhöhte Blutfette vom Arzt diagnostiziert, ist bis auf wenige Ausnahmen eine Ernährungsumstellung ebenfalls die erste Option. Erst wenn sich keine Verbesserung einstellt, sollten Medikamente die Therapie ergänzen. Zwar halten dann viele Patienten eine Verbesserung ihrer üblichen Essgewohnheiten für nicht mehr erforderlich. Doch ein angepasster Speiseplan bleibt jedoch weiterhin sinnvoll. Wer an einer genetischen Form von Fettstoffwechselstörungen leidet, dem ist eine individuell angepasste Ernährungsberatung anzuraten.

Da viele sekundäre Fettstoffwechselstörungen infolge von Übergewicht oder Adipositas entstehen, ist eine Reduktion des Körpergewichts unverzichtbar. Dabei können sich die Blutfette in vielen Fällen wieder vollständig normalisieren. Als Zielwert gilt ein Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis maximal 30 kg/m2. Ein langsamer Gewichtsverlust hat sich als vorteilhaft erwiesen, damit durch den Abbau von Fettpolstern nicht zu viele freie Fettsäuren im Stoffwechsel kursieren. Auch die Energiezufuhr sollte aus diesem Grund über den Tag relativ gleichmäßig erfolgen. Mehrere kleinere Mahlzeiten sind bei erhöhten Blutfettwerten daher besser geeignet als drei Hauptmahlzeiten.

Den Fettstoffwechsel gesund zu halten und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern, gelingt am besten mit reichlich pflanzlichen Lebensmitteln in der täglichen Kost: frisch zubereitete Gemüsegerichte und Salate, Vollkornbrot und -nudeln, Hülsenfrüchte, Nüsse und Obst. Auch bei der Zubereitung sind pflanzliche Öle zu bevorzugen. Fettreiche Wurst- und Käsesorten sollten gegen fettärmere Varianten ausgetauscht werden und frittierte Speisen, Fertiggerichte und fettreiche Backwaren sowie Alkohol eine Ausnahme bleiben. Ein wichtiger Faktor stellt auch regelmäßige Bewegung dar. Sie beugt nicht nur überflüssigen Fettpolstern vor. Bereits moderate Bewegung wirkt sich positiv auf den HDL-Spiegel aus. Da auch Stress die Blutfette in die Höhe treiben kann, gehört neben regelmäßigen Aktivzeiten auch ausreichend Entspannung in den täglichen Tagesablauf.

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