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Schimmelpilze

Finger weg von bitteren Nüssen

Bitter schmeckende Nüsse können mit Schimmelpilzen belastet sein. Das Tückische: Die Pilzgifte, sogenannte Mykotoxine, sind mit bloßem Auge weder zu erkennen noch sind sie riechbar, warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).
Aponet
16.12.2020  11:00 Uhr

Gerade in der Weihnachtszeit sind Nüsse wieder sehr beliebt. Zu Recht, denn sie machen nicht nur satt, sondern enthalten auch viele gesunde Inhaltsstoffe wie ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und Eiweiß. Doch Vorsicht: Schmecken Walnüsse, Pistazien, Erdnüsse & Co. untypisch, muffig oder bitter, sollten sie nicht heruntergeschluckt, sondern wieder ausgespuckt werden.

Die Mykotoxine können bei Menschen zu unterschiedlichen Krankheiten führen. Sie können die Entstehung von Krebs begünstigen, Nieren und Leber schädigen, das Immunsystem beeinträchtigen oder Durchfall und Erbrechen verursachen. Pilzgifte sind für Verbraucher auch deshalb so gefährlich, weil sie nicht durch hohe Temperaturen beim Kochen, Braten und Backen zerstört werden.

Vor allem Erdnüsse und Pistazien

Meldungen aus dem Jahr 2019 zu Mykotoxinen ergaben, dass es sich bei 85 Prozent der von Pilzgiften betroffenen Nüsse um Produkte aus dem nicht-europäischen Ausland handelte, vor allem aus der Türkei (46 Prozent der Meldungen) und Ägypten (27 Prozent). Hauptsächlich betroffen waren Pistazien (44 Prozent) und Erdnüsse (33 Prozent).

Verbraucher können auch selbst zum Schutz vor Mykotoxinen beitragen, indem sie Nüsse immer trocken und kühl lagern. Fallen beim Schälen Verfärbungen und unangenehme Gerüche auf, sollten sie nicht gegessen werden. Dies gilt neben Nüssen auch für andere Lebensmittel, die muffig riechen oder bereits von sichtbarem Schimmel befallen sind.

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