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Gut gerüttelt

Fit mit Vibrationsplatte – nicht jedermanns Sache

Ist man schon etwas trainiert und hat man keine der genannten Vorerkrankungen oder Einschränkungen, dann steht einem Kauf einer Vibrationsplatte an sich nichts im Weg. Doch worauf sollte man dabei achten und welche Funktionen sind wirklich wichtig?

»Achten Sie auf eine breite Standfläche, um die Übungen stabil ausführen zu können«, rät Froböse. Wer etwas tiefer ins Portemonnaie greift, bekommt ein Modell mit Haltestange. Diese hilft dabei, das Gleichgewicht zu halten. Idealerweise sind die Schwingungen dreidimensional, also nicht nur wippend, sondern in alle Richtungen des Raums gerichtet. Auch die Schwingungsfrequenz, gemessen in Hertz, verdient Aufmerksamkeit.

Sportwissenschaftler Froböse erklärt den Grund dafür: »Die verschiedenen Strukturen im Körper reagieren unterschiedlich auf Vibrationen.« Knochen bräuchten also eher eine ruhigere, kräftigere Frequenz von 8 bis 10 Hertz, zum Beispiel wenn man die Platte zur Osteoporose-Prävention einsetzen möchte. Wolle man hingegen die schnellen Muskelfasern aktivieren, müsse man mindestens in den Bereich von 25 bis 40 Hertz gehen können.

Hertz ist nicht gleich Hertz

Die Krux ist, dass die Frequenzangaben bei manchen Produkten versteckt oder gar nicht vermerkt sind. Hin und wieder findet man auch die Angabe »Frequenz = 50 Hertz«, die sich im Kleingedruckten dann als Netzfrequenz des Stroms herausstellt. Nicht verwechseln!

Carl Christopher Büttner vom Deutschen Verband für Physiotherapie rät, sich vor dem Kauf fachkundig beraten zu lassen, auch wenn man als Nutzer bereits Erfahrungen damit gesammelt hat, zum Beispiel in der Physiotherapie-Praxis: Oft stünden dort andere, hochwertigere Platten – »und die sind nicht unbedingt mit den Heimgeräten vergleichbar«, begründet Büttner.

Immer unter Spannung bleiben

Steht das Brett endlich zu Hause, stellt sich die nächste wichtige Frage: Was genau mache ich jetzt damit? Die simple Antwort: Erst mal ordentlich aufstellen. Vor allem in Mietwohnungen freuen sich die Nachbarn, wenn man der Vibrationsplatte eine dämpfende Matte unterlegt. Oft ist diese bereits im Paket enthalten.

Geübt wird meist im Stehen, für 10 bis 20 Minuten, und immer mit leicht gebeugten Knie- und Hüftgelenken, weil die Muskulatur unter Spannung ist und die Vibrationen besser vom Körper abfangen kann. Eine der wichtigsten Übungen ist die Kniebeuge in allen Variationen.

»Generell zielen Vibrationsplatten auf die unteren Extremitäten ab, also Beine, Gesäßmuskulatur und untere Rückenmuskulatur«, erklärt Sportwissenschaftler Froböse.

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