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FSME und Borreliose

Folgen eines Zeckenstichs vorbeugen

Stiche vermeiden

Bis ein Impfstoff auch gegen die Borreliose verfügbar ist, stehen nur die klassischen Maßnahmen zur Prophylaxe zur Verfügung. »Bei Aufenthalten in der Natur sollten direkte Kontakte mit der niederen Vegetation gemieden werden«, sagt der Experte, der auch das Nationale Konsiliarlabor für FSME in München leitet. »Zecken werden meist von Gras, Kräutern und Gebüsch bis circa einem Meter Höhe abgestreift.« Lange, geschlossene Kleidung schützt am besten. »Auf hellem Stoff lassen sich dort krabbelnde dunkle Zecken besonders gut erkennen.« Dobler empfiehlt weiter, die Hosenbeine in die Strümpfe zu stecken. »Das vermeidet einen direkten Hautkontakt der Zecken.«

Zeitlich begrenzt schützen Repellentien. »Präparate mit DEET, Icaridin und/oder Zitronen-Eukalyptus sind klinisch getestet und zeigen auch bei Zecken eine gute Wirksamkeit«, so der Münchener Oberfeldarzt. Zu beachten ist, dass nur die mit dem Mittel behandelten Stellen geschützt sind, andere Partien etwa die Kopfhaut aber weiterhin von Zecken befallen werden können. Ein guter Tipp ist, die Haut noch ein Stück unter der Kleidung zu behandeln, falls der Ärmel oder der Hosenrand etwas nach oben rutscht.

»Bei intensiven und nur schwer vermeidbaren Kontakten mit der Natur, zum Beispiel bei Jägern oder Waldarbeitern, aber auch bei einigen im Wald ausgeübten Sportarten, kann eine Imprägnierung der Hosen mit einem Permethrin-Derivat hilfreich sein«, empfiehlt der Zecken-Experte. Vor dem Aufsprühen auf die Kleidung sollte aber sichergestellt sein, dass die Produkte keine Flecken auf dem Stoff hinterlassen.

Nach einem Aufenthalt in der Natur sucht man am besten den ganzen Körper nach Zecken ab. Die Tierchen sitzen häufig an geschützten Stellen, wo sie nicht so schnell gefunden werden. Bevorzugte Einstichstellen befinden sich am Kopf (Haaransatz, Ohren), in Kniekehlen, Achselhöhlen und im Genitalbereich.

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