PTA-Forum online
Autoimmunerkrankung
Frühe Therapie bei Rheumatoider Arthritis entscheidend

So kurz wie möglich

Nicht Steroidale Antirheumatika (NSAR) und Coxibe können bei RA nur die Symptome lindern, sie greifen nicht grundlegend in das Krankheitsgeschehen ein. Sie sollten so kurz wie möglich zum Einsatz kommen, etwa zu Beginn der Erkrankung, wenn DMARDs noch nicht wirken und auch ein Corticosteroid noch nicht vollständig gegriffen hat. Verlangt ein in Therapie befindlicher Patient mit einer RA immer wieder auch nach einem NSAR, weisen PTA am besten darauf hin, dass dann womöglich die Basistherapie nicht stimmt beziehungsweise das Therapieziel nicht erreicht wurde. Schon für sich genommen bedeuten NSAR und Coxibe für den Magen Gefahr. Sie steigt noch einmal deutlich an, wenn sie der Patient unter einer Corticosteroid-Behandlung einnimmt. Dieser Hinweis darf nicht fehlen. Dazu gehört zwingend der Rat, den Arzt aufzusuchen, damit er die Therapie anpassen kann.

Rheuma bei Kindern

Von einer juvenilen chronischen Arthritis (JCA) spricht man, wenn eine Arthritis unbekannter Ursache mindestens sechs Wochen bestehen bleibt und erstmals vor dem 16. Lebensjahr auftritt. In Deutschland erkranken jährlich etwa 1000 Kinder an einer JCA. Im Vergleich zu Erwachsenen bringt die Erkrankung bei Kindern zusätzliche Probleme mit sich: Kinder äußern Gelenkschmerzen und –beschwerden deutlich seltener als Erwachsene, sie nehmen unbewusst Schonhaltungen ein, die bereits nach kurzer Zeit Veränderungen der Muskulatur und Fehlstellungen nach sich ziehen. Sie entwickeln zudem oft einen regelrechten Ekel gegenüber bestimmten Medikamenten, und sie akzeptieren im Rahmen einer Physiotherapie längst nicht alles, was ihnen nutzen könnte. Zudem sind viele Medikamente zum Einsatz bei Kindern nicht ausreichend geprüft. Bei allen Schwierigkeiten besteht jedoch die Chance darauf, dass die Krankheit ausheilt, wenn sie rechtzeitig behandelt wird.

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