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Lebensstil

Frühstücken und wenig Fernsehen schützen das Herz

Ein reichhaltiges Frühstück und wenig Zeit vor dem Fernseher wirken sich positiv auf kardiale Blutgefäße aus. Das haben griechische Wissenschaftler der Universitätsklinik Athen an Hand einer epidemiologischen Querschnittsstudie (Corinth-Studie) herausgefunden.
Michelle Haß
10.04.2019
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Ein reichhaltiges Frühstück und wenig Zeit vor dem Fernseher wirken sich positiv auf kardiale Blutgefäße aus. Das haben griechische Wissenschaftler der Universitätsklinik Athen an Hand einer epidemiologischen Querschnittsstudie (Corinth-Studie) herausgefunden.

Das Forscherteam um Dr. Sotirios Tsalamandris untersuchte an Hand von 2043 Probanden im Alter von 40 bis 99 Jahren die Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Lebensstilfaktoren und kardiovaskulärer Gesundheit. Mittels klinischen Untersuchungsmethoden bestimmten sie die Verdickung und Versteifung der Karotisarterie sowie die Bildung von Plaques. Zusätzlich mussten die Teilnehmer detaillierte Fragebögen über Essgewohnheiten und körperliche Aktivitäten beantworten.

Patienten, die mehr als 21 Stunden pro Woche Fernsehen schauten, hatten eine 80 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für Plaque-Ablagerungen verglichen mit denjenigen, die weniger als sieben Stunden pro Woche fernsahen. Die Wahrscheinlichkeit für Bluthochdruck war um 68 Prozent gesteigert. Die Forscher führen diese Ergebnisse auf zu langes Sitzen zurück.

Probanden, die regelmäßig ein energiereiches Frühstück, das mehr als 20 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachte, zu sich nahmen, hatten gesündere Arterien verglichen mit denjenigen, die wenig oder gar nicht frühstückten. Bei diesen waren die Arterien um ein signifikantes Maß versteift.

Das Team um Tsalamandris schlussfolgert, dass nicht nur die Art der Ernährung zum Beispiel in Form einer fettarmen Diät, sondern auch eine über den Tag ausgewogene Energiebilanz wichtig für die Gesundheit des Herz-Kreislaufsystems ist und so kardiale Risiken senken kann.

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