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Darmkrebs

Gegen die Erschöpfung laufen

Chronische Erschöpfung (Fatigue) ist eine häufige Begleiterscheinung bei Darmkrebs. Sie kann offenbar durch regelmäßige Bewegung günstig beeinflusst werden.
Annette Immel-Sehr
06.08.2020  12:00 Uhr

Das berichtete die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. unter Verweis auf eine aktuelle Publikation Heidelberger Wissenschaftler. Die Forscher stützten sich auf die Daten von 1.781 Patienten, die zwischen 2003 und 2014 die Diagnose Darmkrebs erhalten hatten und diese mindestens fünf Jahre überlebten. Zum Zeitpunkt der Diagnose sowie fünf Jahre später wurden die Teilnehmer zum Umfang ihrer körperlichen Aktivitäten befragt und auf Fatiguesymptome untersucht.

Es zeigte sich, dass die körperlichen Aktivitäten vor der Darmkrebsdiagnose keinen Einfluss auf die Fatigue hatten. Jedoch waren die Häufigkeit und das Ausmaß der Erschöpfungszustände bei Patienten, die sich nach der Darmkrebsdiagnose viel bewegten, deutlich geringer als bei Patienten, die nur wenig körperlich aktiv waren. Langzeitüberlebende einer Darmkrebserkrankung profitieren also offenbar davon, wenn sie körperlich sehr aktiv sind, so die Schlussfolgerung. 

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