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Nach Schlaganfall

Gehirn lebenslang lernfähig

Welche langfristigen Folgen ein Schlaganfall hinterlassen wird, können Ärzte nicht sofort abschätzen, wenn ein Notfall mit dem Verdacht auf einen Insult in ihre Klinik kommt. Sie erleben Patienten mit Gerinnseln in den wichtigsten Arealen des Gehirns, unbehandelt ein Todesurteil, nach deren Entfernung mittels Thrombektomie der Patient drei Monate und etliche Reha-Maßnahmen später beinahe vollständig genesen die Einrichtung verlässt. Und sie treffen auf Menschen mit Befunden, die zunächst nicht so dramatisch erscheinen, an deren Folgen der Betroffene aber für den Rest seines Lebens schwer zu tragen hat.

Die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Therapie: Diagnose und Behandlung müssen so schnell wie irgend möglich erfolgen. Dazu erhebt der Arzt den neurologischen Status des Patienten, macht eine Computertomografie des Kopfes und leitet beim ischämischen Insult umgehend eine Lysetherapie ein. Diese unblutige Form des Schlaganfalls macht mit 80 bis 85 Prozent den Löwenanteil der Fälle aus. Etwa 15 Prozent der Fälle sind einem blutigen oder hämorrhagischen Insult zuzuschreiben. Bei circa fünf Prozent bleibt der Auslöser unbekannt.

Bei einem ischämischen Schlaganfall entsteht ein Engpass in einer Hirnarterie, entweder direkt vor Ort als Folge einer Arteriosklerose oder es schießen Partikel in Bruchteilen von Sekunden aus dem Herzen mit dem Blutstrom ins Gehirn. Die Areale hinter dem betroffenen Gefäß bekommen dann zu wenig Blut und damit auch Sauerstoff. Die dort vorhandenen Bereiche fallen aus und sterben ab, wenn Ärzte die Durchlässigkeit nicht schnell genug wiederherstellen können.

Hämorrhagischen Schlaganfällen liegt eine Blutung im Gehirn zugrunde (intracerebrale Blutung) oder eine Blutung in den Gewebeschichten, die das Gehirn umgeben (Subarachnoidalblutung).

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