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Corona-Impfung

Gestörte Menstruation ist mögliche Nebenwirkung

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) will heftige Menstruations-Blutungen als mögliche Nebenwirkung in die Beschreibung der Corona-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna aufnehmen. Das teilte die Behörde in Amsterdam mit.
dpa/PZ
04.11.2022  08:30 Uhr

Die in der Analyse beobachteten Beschwerden seien zumeist vorübergehend und nicht schwerwiegend. Es gebe auch keinerlei Hinweise, dass sie negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hätten.

Studien hatten ergeben, dass bei manchen Frauen die Menstruation nach einer Impfung länger dauerte oder intensiver war. Die Experten der EMA hatten die Daten geprüft und kam zu dem Schluss, »dass zumindest eine begründete Möglichkeit besteht, dass das Auftreten starker Menstruationsblutungen in ursächlichem Zusammenhang mit diesen Impfstoffen steht«. Daraufhin empfahlen sie eine Erweiterung der Informationen für die Präparate.

Menstruationsstörungen im Zusammenhang mit der Coronaimpfung werden immer wieder diskutiert. Im Januar veröffentlichten Daten zufolge kann die Periode nach der Impfung bei manchen Frauen wenige Tage später kommen, wobei in dieser Untersuchung neben den mRNA-Impfstoffen auch andere Impfstofftypen berücksichtigt worden waren. Eine neuerliche Auswertung, die Ende September im Fachjournal »BMJ Medicine« erschien, bestätigt das. Sie bekräftigt aber auch, dass sich die Zykluslänge nur geringfügig verlängert, die Blutung selbst nicht länger ausfällt als sonst und die Störung nur vorübergehend ist. Dass die Impfung mit Comirnaty oder Spikevax zu einem Ausbleiben der Regelblutung führen könne (Amenorrhö), hatte der PRAC anhand der verfügbaren Evidenz im Juni 2022 ausgeschlossen

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