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Nicht nur in der Pandemie
Händewaschen immer wichtig

Fester Bestandteil der AHA-Formel

»Durch gründliches Händewaschen mit Seife für mindestens 20 Sekunden lassen sich die meisten Krankheitserreger wirksam entfernen. Die Übertragung von Infektionskrankheiten kann so wirksam unterbrochen werden – das ist gerade jetzt in Zeiten der Coronavirus-Pandemie wichtig«, erklärt Thaiss weiter. Zu einer Infektion könne es kommen, wenn ungewaschene Hände das Gesicht berühren und in Kontakt mit den Schleimhäuten kommen. Händewaschen sei daher ein wichtiger Teil der AHA-Formel, mit der man sich und andere vor dem Coronavirus schützen kann: A wie Abstand halten, H wie Hygiene beachten und A wie Alltagsmaske tragen.

Dass mehr Menschen nun einen Waschzwang entwickeln, hält Biehl für unwahrscheinlich. «Das ist eine sehr komplexe Erkrankung, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen, unter anderem auch genetische», sagt die Expertin.

Haut wird belastet

Was sich allerdings schnell bemerkbar macht: Die Hände leiden unter dem vielen Händewaschen, besonders wenn man klassische Seife und zu warmes Wasser verwende, sagt der Dermatologie-Professor Erwin Schultz vom Klinikum Nürnberg. »Die Lipide werden aus der Haut herausgelöst.« Dadurch könne es zu Ekzemen kommen: die Haut jucke, werde schuppig und rissig. Eine typische Berufskrankheit bei Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und Friseurinnen und Friseuren, die Folgen haben könne. «Die Haut ist dann geschädigt und ihre Barrierefunktion geschwächt», so Schultz. Dadurch steige das Risiko von Kontaktallergien. Die Hände lassen sich jedoch mit der richtigen Pflege vor Hautschäden schützen.

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