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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Häufig Begleiterkrankungen bei Rheuma

Menschen mit Gelenkrheuma sind häufiger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie von Erkrankungen des Bewegungsapparats, der Lunge oder der Psyche betroffen als Gleichaltrige ohne rheumatoide Arthritis.
Annette Immel-Sehr
06.03.2019  16:08 Uhr

Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) unter Bezug­ auf eine aktuelle Studie mit deutschen Krankenkassendaten hin. So sei etwa das Arthroserisiko in der Normalbevölkerung nur rund halb so hoch wie bei Rheumapatienten, Depress­ionen seien um rund ein Drittel­ seltener. Deutlich ist der Unter­schied auch bei Osteoporose: Während etwa jeder vierte Rheumapatient darunter leidet, ist es bei den Vergleichspatienten nur knapp jeder zehnte.

Mit Sorge betrachtet die DGRh, dass Rheumapatienten rheumatologisch weniger gut versorgt sind, je mehr Begleiterkrankungen sie haben. Denn dann übernehme oft der Hausarzt die führende Rolle und die multimorbiden Patienten suchten nicht mehr zusätzlich den Spezia­listen auf. Doch gerade diese Pa­tien­ten sollten aufgrund möglicher Kompli­kationen und Wechsel­wir­k­un­gen von einem Rheumatologen betreut­ werden­, so die DGRh.

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