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Pädiatrie

Häufig Schnupfen, häufig Asthma

Kinder, die in frühen Jahren häufig an Schnupfen leiden, haben ein erhöhtes Risiko, später Asthma bronchiale zu entwickeln – und zwar unabhängig davon, ob es sich in der Kindheit um allergischen oder nicht allergischen Schnupfen gehandelt hat.
Elke Wolf
17.06.2019  13:30 Uhr

Das zeigt eine aktuelle amerikanische Studie, für die die Wissenschaftler Daten von 521 Kindern aus einer Geburtskohorte von 1980 bis 1984 ausgewertet haben. Alle Kinder hatten im Alter von sechs Jahren noch kein Asthma, entwickelten es aber mit acht bis 32 Jahren.

Kinder mit einer Allergie oder Atopie entwickelten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Asthma – unabhängig davon, ob sie mit sechs Jahren Schnupfen hatten oder nicht. Überraschend war das Ergebnis der Kinder ohne Allergie(neigung). Auch bei ihnen diagnostizierten die Forscher deutlich häufiger ein Asthma, wenn sie in der frühen Kindheit oft Schnupfen hatten.

Die Gründe für diesen Zusammenhang sind noch unklar. Nach Ansicht der Studienautoren deuten die Ergebnisse aber darauf hin, dass nicht allergische Mechanismen bei der Asthma-Entstehung von größerer Bedeutung sind als bislang angenommen. Als verbindenden Link zwischen nicht allergischem Schnupfen und Asthma sehen die Forscher etwa virale Atemwegsinfektionen, die bei beiden Krankheiten eine Rolle spielen.

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