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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Nach Schlaganfall und Herzinfarkt: Hunde mindern Sterberisiko

Hundebesitzer haben im ersten Jahr nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall bessere Überlebenschancen als Patienten ohne Hund. Dies ist das Ergebnis einer Kohortenstudie, über die das Deutsche Ärzteblatt berichtet.
Annette Immel-Sehr
24.10.2019  12:00 Uhr

Forscher von der Universität Uppsala werteten die Daten von mehr als 335.000 Schweden aus, die zwischen 2001 und 2012 wegen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls im Krankenhaus behandelt wurden.

Am höchsten war der Schutzeffekt für alleinstehende Hundebesitzer. Bei Patienten, die mit einem Partner oder einem Kind zusammenlebten, fiel der »Hunde-Schutz« etwas geringer aus, war aber immer noch signifikant. Ein eigener Hund brachte eine Risikoreduktion im ersten Jahr nach Schlaganfall von etwa 2 Prozent. Das Sterberisiko nach einem Herzinfarkt im ersten Jahr wurde bei Männern um 2,4 Prozent und bei Frauen um 2,1 Prozent vermindert. Dabei hatten die Forscher zuvor eine Reihe von Faktoren herausgerechnet, die für sich genommen ebenfalls die Prognose beeinflussen, wie etwa Alter, Familienstand, Einkommen und frühere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Hund, der den Halter zu körperlicher Aktivität zwingt und soziale Kontakte fördert, könnte bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen somit eine sekundärpräventive Wirkung haben. 

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