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Vorsorge-Untersuchung

Hautkrebs-Screening wenig genutzt

Nur knapp jeder fünfte gesetzlich Versicherte geht während eines Jahres zum Hautkrebsscreening. Das hat eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben.
Michelle Haß
30.09.2020  08:30 Uhr

Laut Angaben der TK nahmen im Jahr 2018 etwa 19,7 Prozent ein Screening bei ihrem Haus- oder Hautarzt in Anspruch, 2019 waren es knapp 19 Prozent.  Der gesetzliche Anspruch auf ein Hautkrebsscreening gilt ab einem Alter von 35 Jahren. Die TK betont in ihrer Pressemitteilung, dass gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre die Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen können. Beim Blick auf die beiden Jahre 2018 und 2019 liege die Inanspruchnahme jedoch insgesamt bei unter 40 Prozent.

Die Datenauswertung zeige zudem regionale Unterschiede: Auf Platz eins bewegt sich Sachsen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. In Sachsen nahmen 2018 rund 21,9 Prozent und 2019 21 Prozent eine Hautkrebsvorsorge-Untersuchung in Anspruch. Das Schlusslicht bildet Berlin. Hier lagen die Werte in beiden Jahren unter 17 Prozent. Damit sei in der Hauptstadt nur etwa jeder Sechste in einem Jahr zur Vorsorge gegangen.

Im Vergleich zu den Vorjahren würden die Screening-Zahlen auf einem ähnlichen Niveau liegen, auch von 2015 bis 2017 ginge nur etwa jeder Fünfte zur Vorsorge, so die TK.  »Dabei ist Hautkrebs mit jährlich über einer Viertelmillion Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Und es gilt: Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen«, sagt Tim Steimle, Leiter des Fachbereichs Arzneimittel bei der Techniker Krankenkasse. Er empfiehlt deshalb: »Wer einen Verdacht hat, weil sich zum Beispiel Flecken auf der Haut neu bilden oder Flecken sich verändern, sollte unbedingt seinen Hausarzt oder Dermatologen aufsuchen.«

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