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Gesunde Ernährung

Heimisches Superfood macht Exoten Konkurrenz

Lein- und Chiasamen

Er ist klein, aber oho: Der Samen von Lein (Flachs) gilt hierzulande als regionale Alternative zu dem exotischeren Chiasamen aus Südamerika. Die Zusammensetzung der wertvollen Nährstoffe beider Samen ist vergleichbar: So liegen beispielsweise die Anteile an Proteinen, Antioxidanzien, B-Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen in etwa gleich auf. Bei den Lignanen, die zu den Pflanzenhormonen zählen, liegt Leinsamen deutlich vor dem Exoten.

Leinsamen ist als altbewährtes Hausmittel gegen Verstopfung bekannt. Er unterstützt aber auch die Gehirnfunktion und schützt die Blutgefäße, da er eine positive Wirkung auf die Blutfettwerte und den Cholesterinspiegel hat. Der heimische Leinsamen schont auch den Geldbeutel, denn für Chiasamen in Bio-Qualität muss man zwei- bis dreimal so tief ins Portemonnaie greifen.

In direktem Vergleich zu dem im Trend liegenden Chiasamen ist aber natürlich auch der persönliche Geschmack, das Mundgefühl und die Verarbeitung in der Küche ausschlaggebend. Beide Samen schmecken leicht nussig, wobei Leinsamen deutlich mehr Biss hat. Chiasamen erhält durch das Quellen mit Flüssigkeit eine weiche, geleeartige Konsistenz, denn die Polysaccharid-Schicht liegt dort im Mantel. Dadurch gelingen auch Puddings und Gelees mit dem ganzen Samen. Wer aber nicht gerade einen veganen und gesunden Pudding zaubern möchte, der kann auch mit dem günstigeren Leinsamen seine Ernährung gesundheitlich aufpeppen: etwa in einem Müsli gemeinsam mit Naturjoghurt, Hafer, frischen Früchten und Walnüssen als Topping – eine wahre Gesundheitsbombe!

Harte Schale, gesunder Kern

Auch sie gelten als Superfood – vielleicht sogar vom Baum im Garten oder Bauernhof nebenan. Die »Königin der Nüsse« ist ebenfalls eine Mikronährstoff-Bombe und liefert neben Tryptophan zudem wertvolle einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Magnesium, B-Vitamine, Kalium oder Zink.

Eine Handvoll Walnüsse kann einen als gesunder Snack aus dem Energietief am Nachmittag holen, die Konzentration verbessern und die Stimmung steigern. Viele Menschen vertrauen auch vor dem Einschlafen (etwa eine Stunde vorher) auf Walnüsse als Abendsnack. Eine Handvoll Walnüsse lassen den Melatonin-Blutspiegel um etwa das Dreifache ansteigen und bereiten so ein sanftes Ruhekissen.

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