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Ernährung

Helfen Ballaststoffe bei Arthritis?

Über eine ballaststoffreiche Ernährung lässt sie sich die Zusammensetzung der Darmflora positiv beeinflussen. Das könnte sich positiv auf eine Rheumatoide Arthritis auswirken.
Annette Immel-Sehr
12.08.2020  09:30 Uhr

Denn eine gesunde Darmflora stellt größere Mengen an kurzkettigen Fettsäuren her, die einen entzündungshemmenden Effekt haben. Bei einer gestörten Bakterienbesiedlung dagegen setzt das Darmepithel vermehrt das Protein Zonulin frei, wie Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg herausfanden. Dieses sorgt offenbar dafür, dass der Darm durchlässig wird für Stoffe, die im Körper Autoimmunreaktionen auslösen. Die Forscher stellten fest, dass sich die Zonulin-Produktion sowohl durch kurzkettige Fettsäuren als auch durch die Substanz Larazotid-Acetat hemmen lässt. Bei Mäusen ging unter der Gabe von Larazotid-Acetat die Entzündungstätigkeit in den Gelenken zurück, die Knochenfestigkeit stieg an und der Beginn der Arthritis war verzögert. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Larazotid-Acetat beim Menschen ähnlich wirkt und sich die Krankheitsaktivität einer Arthritis durch eine Blockade der Zonulin-Produktion verzögern lässt. In einer ballaststoffreichen Ernährung sehen die Forscher einen zusätzlichen Behandlungsansatz der Rheumatoiden Arthritis, um für eine gesunde Zusammensetzung der Darmflora zu sorgen.

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