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Regeneration der Zellen

Herzrisiken senken mit Intervallfasten

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Intervallfasten positive Effekt auf die Gesundheit hat. Bei Herzinfarktpatienten kann es zum Beispiel dazu beitragen, das Risiko für einen weiteren Infarkt zu reduzieren, berichtet die Deutsche Herzstiftung auf ihrer Internetseite.
Annette Immel-Sehr
11.04.2022  12:00 Uhr

Fastenperioden setzen ein Regenerationsprogramm in Gang, das den Energiehaushalt im Körper optimiert und Schutzmechanismen aktiviert. Körperzellen werden in eine Art Winterschlaf (Hibernation) versetzt. Dies verbessert die Immunabwehr und Heilungsmechanismen. Darüber hinaus verändert sich der Stoffwechsel. Die Zellen konzentrieren sich statt Glucose auf Ketonkörper als effektiveren Brennstoff für Gehirn und Muskeln.

»Intervallfasten löst Veränderungen im Zellstoffwechsel aus, die wiederum viele Gemeinsamkeiten mit genau den Zellprogrammen zeigen, die nach einem Herzinfarkt eine Heilung des Herzmuskels und eine Wiederherstellung der Durchblutung und der Pumpfunktion des Herzens begünstigen«, erklärt Professor Dr. Daniel Sedding, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie in Halle (Saale). Er und sein Team gehen nun in einer von der Deutschen Herzstiftung geförderten Studie der Frage nach, ob gezieltes Intervallfasten nach einem Herzinfarkt eine nachfolgende chronische Herzinsuffizienz vermeiden kann. Es wäre eine attraktive nebenwirkungsarme Therapieoption ganz ohne Medikamente.

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