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Vitamin D und Calcium

Hilfe bei Drehschwindel

Der sogenannte gutartige Lagerungsschwindel (benigner peripherer paroxysmaler Lagerungsschwindel, BPPV) steht möglicherweise im Zusammenhang mit Vitamin-D-Mangel. Darauf wies die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) unter Bezug auf eine aktuelle koreanische Studie hin.
Annette Immel-Sehr
04.12.2020  13:00 Uhr

Diese zeigte, dass die Supplementierung von Vitamin D und Calcium dazu beitrug, die Häufigkeit wiederkehrender Schwindelattacken zu reduzieren. Dabei wurden BPPV-Patienten zu gleichen Teilen randomisiert. Die Patienten in der Interventionsgruppe (n=518) erhielten, wenn ihr Vitamin-D-Blutspiegel <20 ng/ml erniedrigt war, ein Jahr lang täglich oral Vitamin D (800 I.U.) und Calcium (1000 mg). In der Kontrollgruppe (n= 532) wurden die Patienten nur beobachtet. Bei Studienende war die Rückfallrate in der Interventionsgruppe mit 38 Prozent signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe mit 47 Prozent. Die errechnete »Number Needed to Treat« betrug 3,7 – es mussten also nur knapp vier Patienten behandelt werden, um einen Rückfall zu verhindern. DGN-Schwindelexperte Professor Dr. Christoph Helmchen, Lübeck, empfiehlt für BPPV-Patienten mit häufigen Rezidiven oder nach unzureichendem Behandlungserfolg daher eine Supplementierung, wenn die Vitamin-D-Blutspiegel erniedrigt oder grenzwertig sind.

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