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Gut erholt

Im Urlaub richtig auftanken

Ob Sommer- oder Herbstferien: Die Urlaubswochen sind die schönste Zeit des Jahres. Die Vorstellungen von einem erholsamen Urlaub sind dabei unterschiedlich: Strandurlaub am Meer, Wandern in den Bergen oder lieber eine Städtetour? Mit der richtigen Vorbereitung und einigen einfachen Maßnahmen kann man dafür sorgen, dass der Urlaub auch den gewünschten Erholungseffekt bringt.
Andreas Nagel
01.08.2019
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Der Urlaub dient dazu, sich von beruflichen Belastungen zu erholen und für zukünftige Herausforderungen aufzutanken. Die Urlaubswochen sind nicht nur Belohnung für gute Leistungen in der Vergangenheit, sondern auch eine wichtige Voraussetzung für die zukünftige Leistungsfähigkeit. Wenn Sie im Urlaub den maximalen Erholungseffekt erreichen möchten, müssen Sie meist nur eine einfache Regel beachten: Tun Sie einfach das, worauf Sie am meisten Lust haben und was Ihnen persönlich besonders wichtig ist. Ob Tauchen, Wandern, Radfahren oder Faulenzen - was als erholsam und entspannend empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Entscheidend ist, was zu Ihrer persönlichen Zufriedenheit beiträgt. Nehmen Sie sich im Urlaub aber auch nicht zu viele Aufgaben und Aktivitäten vor. Sorgen Sie für eine gute Mischung aus Aktivität und Passivität, damit Sie nicht erschöpft aus dem Urlaub zurückkommen und sich nach dem Urlaubsende erst von einer Vielzahl anstrengender Freizeitaktivitäten erholen müssen.

Kurz oder lang?

Ist ein langer Jahresurlaub besser als mehrere Kurzurlaube? Diese Frage kann nicht allgemein beantwortet werden. Manche Menschen bevorzugen mehrere verlängerte Wochenenden und Kurzurlaube, andere Menschen nehmen falls möglich nahezu ihren kompletten Jahresurlaub auf einmal. Sowohl für Kurzurlaube als auch für mehrwöchige Ferien gibt es gute Argumente.

Lange Urlaube bieten meist eine größere Chance auf Erholung. Denn oft sind An- und Abreise mit dem PKW oder dem Flugzeug durch Staus, Wartezeiten oder einen Wechsel der Zeitzonen mit erheblichem Stress verbunden. Ein Erholungseffekt tritt am Urlaubsort meist erst nach ungefähr einer Woche ein. Diese Zeit wird benötigt, um sich geistig von der Arbeit in den Urlaub zu verabschieden und sich an den Urlaubsort zu gewöhnen.

Für regelmäßige Kurzurlaube spricht dagegen, dass sich bereits die Planung der Urlaube positiv auf die Stimmung auswirkt. Wer gerade einen Urlaub plant, ist meist glücklich und bewertet seine Lebenssituation entsprechend positiv. Es ist also möglich, sich durch regelmäßige Kurzurlaube immer wieder in positive Vorfreude zu versetzen und sich durch häufige Kurzurlaube in regelmäßigen Zeitabständen immer wieder zu regenerieren.

Damit Sie richtig abschalten können, sollten Sie den Kontakt zur Apotheke während Ihres Urlaubs möglichst vermeiden oder so gering wie möglich halten. Hinterlassen Sie bei Bedarf Ihre Urlaubsadresse und regeln Sie, wie Sie in dringenden Notfällen erreichbar sind (Telefon, Handy, SMS, WhatsApp, Email). Definieren Sie mit Ihren Kollegen und Ihrem Chef zuvor auch, was unter einem dringenden Notfall zu verstehen ist.

Verzichten Sie in der Urlaubszeit bewusst auf E-Mails und andere Kommunikationsmedien, durch die Sie an private oder berufliche Probleme erinnert werden könnten. Sie sind ja verreist, um während des Urlaubs nicht mit häuslichen Aufgaben oder beruflichen und privaten Problemen konfrontiert zu werden. Ihre Alltagsprobleme sollten während des Urlaubs möglichst aus dem Blickfeld verschwinden.

Kreative Ideen

Viele Menschen gehen davon aus, dass völliges Abschalten die wichtigste Voraussetzung für den Erholungseffekt ist. Das gelingt jedoch nicht immer sofort. Wenn Ihnen in den ersten Urlaubstagen immer wieder berufliche Themen durch den Kopf gehen, nutzen Sie die aufkommenden Gedanken konstruktiv, um ungestört und in entspannter Atmosphäre kreative Ideen für die Apotheke zu entwickeln. Wenn Ihnen beim Blick auf das Meer plötzlich neue Ideen oder Problemlösungen einfallen, dann können Sie es vielleicht gar nicht erwarten, diese Ideen umzusetzen und Sie freuen Sie sich bereits auf die Rückkehr in die Apotheke.

Wenn Ihre Gedanken nach einigen Tagen allerdings nicht zum Stillstand kommen, können Sie den Kopf in den meisten Fällen dadurch frei bekommen, dass Sie die Gedanken aufschreiben. Nehmen Sie sich dazu etwa 30 Minuten Zeit und notieren Sie alles, was Sie gerade gedanklich beschäftigt. Legen Sie dann einen Termin für die Erledigung dieser Aufgaben fest. Wenn Sie alle Aufgaben schriftlich fixiert haben, können Sie Ihren Kopf beruhigt abschalten, weil Sie wissen, dass Sie nun nichts mehr vergessen können. Sie müssen sich erst zum festgelegten Termin wieder mit dem jeweiligen Thema beschäftigen.

Vermeiden Sie möglichst eine Last-minute-Rückkehr. Sie sollten also beispielsweise besser nicht sonntags spätabends zurückkehren und dann gleich am Montagmorgen übernächtigt und eventuell mit Jetlag wieder in der Apotheke stehen. Planen Sie daher möglichst einen »Puffertag« zwischen Rückkehr und Arbeitsbeginn ein, damit Sie am ersten Arbeitstag entspannt und gut gelaunt in die Apotheke kommen. Dann können Sie am ersten Arbeitstag auf die Frage »Wie war denn der Urlaub?« antworten: »Es war sehr schön. Aber es ist auch schön, wieder hier zu sein!« 

Erholungszeiten im Alltag

Auch der schönste Urlaub ermöglicht leider keine Erholung auf Vorrat. Wenn Sie dauerhaft und unabhängig von den geplanten Urlaubszeiten etwas für Ihre Erholung tun möchten, so können Sie durch geeignete Maßnahmen bewusst und regelmäßig für etwas Urlaub im Alltag sorgen. Kleine Dinge haben dabei oft eine große Wirkung: ein Spaziergang in der Natur, ein Entspannungsbad oder ein Besuch im Wellnesscenter können für einen regelmäßigen Ausgleich zwischen Alltagsstress und Entspannung sorgen. Planen Sie insbesondere für die ersten Tage nach Ihrem Urlaubsende einige Aktivitäten ein, auf die Sie sich besonders freuen und legen Sie für diese Maßnahmen einen konkreten Termin fest, damit sie nach Arbeitsbeginn nicht in Vergessenheit geraten. Auf diese Weise sorgen Sie für einen sanften Übergang vom Urlaub in den beruflichen Alltag.

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