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Mit Neuerungen Schritt halten

Immer weiter lernen

Die Apothekenbranche unterliegt wie jede andere Branche ständigen Veränderungen. Wichtig ist deshalb eine individuelle Strategie für den Umgang mit der heutigen Informationsflut. Durch die richtige Vorgehensweise gelingt es in den meisten Fällen, in einem überschaubaren Zeitrahmen up to date zu bleiben.
Andreas Nagel
09.11.2021  09:00 Uhr

»Der Mensch ist ein Gewohnheitstier«, sagt schon der Volksmund. Deshalb arbeiten manche Apothekenmitarbeitende gerne nach dem Prinzip »Haben wir schon immer so gemacht« und stehen einer Veränderung ihrer bisherigen Arbeitsweise und Neuerungen am Arbeitsplatz zunächst skeptisch gegenüber. Überprüfen Sie doch einmal Ihre ganz persönliche Einstellung zu Neuerungen am Beispiel eines EDV-Updates. Lautet Ihre spontane Reaktion auf das Update: »Hurra! Ein Update! Ich bin schon ganz gespannt, welche neuen Funktionen und Verbesserungen es bringt!« oder denken Sie eher: »Oh nein! Schon wieder ein Update! Jetzt läuft bestimmt wieder alles anders! Das bedeutet wieder zusätzlichen Stress!«.

Der Umgang mit Veränderungen hängt zu einem erheblichen Teil von der eigenen Denkweise ab. Wer Veränderungen positiv und aufgeschlossen gegenüber steht, wird neue Arbeitsweisen nicht als Belastung, sondern als normalen Bestandteil der Berufstätigkeit betrachten. Wer Veränderungen dagegen als zusätzliche Belastung empfindet, wird den schnellen Wandel in der heutigen Zeit als erheblichen Stressfaktor wahrnehmen.

Keine Frage des Alters

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist in diesem Zusammenhang die Auffassung, dass die Lernfähigkeit mit zunehmendem Alter automatisch abnimmt oder völlig verschwindet und dass ältere Mitarbeitende daher nicht mehr lernfähig und veränderungsbereit seien. Hirnforscher haben mehrfach nachgewiesen, dass das Gehirn in jedem Alter lernfähig und trainierbar ist. Allerdings besteht die Gefahr, dass mit zunehmendem Alter die Bereitschaft zu lernen verloren geht.

Wer sich über einen langen Zeitraum nicht mit neuen Aufgaben beschäftigen musste, verliert häufig das Selbstvertrauen, neue Tätigkeiten erlernen zu können. Wer dagegen in seinem Berufsleben ständig neue Aufgaben bewältigen musste, ist auch in höherem Alter in der Lage, neue Arbeitsweisen zu erlernen oder neue Tätigkeiten zu übernehmen. Diese Menschen wissen aus langjähriger Erfahrung, wie man sich am besten in neue Aufgaben einarbeitet und Veränderungen am schnellsten bewältigt. Sie zweifeln daher nicht an ihrer Lernfähigkeit.

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