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Schuleingangsuntersuchung

Impfstatus bei Deutschlands Kindern mangelhaft

Es gibt aber auch positive Tendenzen: So gab es einen leichten Anstieg bei der Masern-Mumps-Rötelnimpfung in den vergangenen zehn Jahren und dabei besonders bei der zweiten Impfdosis. Jedoch wurde auch gegen Masern zu spät und insgesamt noch zu wenig geimpft: Im Alter von 24 Monaten waren zuletzt 68 Prozent zweimal gegen Masern geimpft, zum Schuleingang hatten 93 Prozent der Kinder die zweite Impfung erhalten. Bis zum sechsten Geburtstag seien rund 35.000 Kinder gänzlich ohne Masernimpfung gewesen. Die Auswirkungen des im März dieses Jahres eingeführten Masernschutzgesetzes sollen in den zukünftigen Berichten untersucht werden.

Einen Anstieg der Impfquoten für alle Altersgruppen über die Zeit hätten fast ausschließlich die Impfungen, die erst in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren in den Impfkalender der Säuglinge aufgenommen wurden, also solche gegen Varizellen, Pneumokokken, Meningokokken C und Rotaviren.

Die 15-jährigen Mädchen seien über die vergangenen Jahre immer besser gegen Humane Papillomaviren (HPV) geimpft gewesen, so das RKI. Im Geburtsjahrgang 2003 haben mittlerweile 43 Prozent die vollständige Grundimmunisierung erhalten, mit 18 Jahren (Geburtsjahrgang 2000) waren es knapp mehr als die Hälfte der jungen Frauen (51,1 Prozent). Der Anstieg gehe vermutlich vor allem darauf zurück, dass die STIKO im Jahr 2014 das empfohlene Impfalter gesenkt hatte, damit die Kinder besser über Routinevorsorgeuntersuchungen erreicht werden können sowie die Möglichkeit eines reduzierten Impfschemas.

Wie stark die HPV-Impfung von Jungen genutzt wird, für die die HPV-Impfung seit 2018 empfohlen ist, soll im nächsten Bericht im Sommer 2021 genauer untersucht werden. Derzeit haben nur 1,3 Prozent der 18-jährigen Männer (Geburtsjahrgang 2000) eine HPV-Grundimmunisierung.

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