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ARZNEIMITTELTHERAPIE

Arzneipflanzenportät

Echte Walnuss


Juglans regia L.
Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae)
Regionale Bezeichnung: Welschnuss, Baumnuss

 

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Merkmale

  • 10 bis 25 m hoher Baum mit weit ausladender Krone; helle graubraune Rinde; 40 cm lange, grün glänzende Laubblätter, unpaarig gefiedert; unscheinbare Blüten: grüne Kätzchen (männlich) und ährenförmige Blütenstände (weiblich), Blütezeit: April/Mai.
  • Kugelige Frucht: Kern mit glatter grüner weiß-punktierter Schale
  • Zur Reifezeit platzt die Fruchtschale auf und die braun-rissige Schale des Kerns wird sichtbar. Die innenliegenden Samen mit ihren großen, ölreichen Keimblättern sind essbar. Sie werden umgangssprachlich als Walnuss oder Walnusskern bezeichnet.




Foto: Shutterstock/Matthijs Wetterauw


Heimat

Weit verbreitet in Europa und Asien, großflächige Kulturen in Nordamerika (Kalifornien)

Arzneilich verwendete Pflanzenteile

Getrocknete, von der Spindel abgetrennte, ganze oder geschnittene Blätter (Juglandis folium)

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe (Ellagitannine), Naphthochinone, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, geringe Mengen ätherisches Öl

Anerkannte medizinische Anwendung

Äußerlich bei leichten oberflächlichen Hautentzündungen und bei vermehrtem Schwitzen an Händen oder Füßen (Kommission E)

Nebenwirkungen

Keine bekannt

Wechselwirkungen

Keine bekannt

Abgabehinweis

Nicht auf offene Wunden und auf große Areale beschädigter Haut auftragen

Eine Walnuss-Allergie ist keine Kontraindikation für die äußerliche Anwendung, da Walnussblätter kein allergenes Eiweiß enthalten.

Es liegen keine Erkenntnisse zur Unbedenklichkeit in Schwangerschaft und Stillzeit sowie im Kindes- und Jugendalter vor.

Zubereitung

Für Umschläge, Waschungen und Teilbäder: 2 bis 3 g Droge mit 100 ml kaltem Wasser übergießen, 15 Min. kochen, dann abseihen.

Anwendung

Wässrige Abkochung zwei- bis viermal täglich in Form ­eines Umschlags auf die betroffenen Hautstellen aufbringen oder als Badezusatz für Voll- oder Teilbäder ver­wenden.




Foto: Shutterstock/sarsmis


Schmackhaft und gesund

Unter gesundheitlichen Aspekten noch wesentlich interessanter als Walnussblätter sind die Walnüsse. Das liegt an ihrem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren. Walnüsse enthalten unter anderem Alpha-Linolensäure (ALA), eine essentielle Omega-3-Fettsäure. Ihr Anteil liegt mit 9 g pro 100 g Walnüsse außerordentlich hoch.

Walnüsse gelten als Bestandteil der für das Herz-Kreislauf-System so gesunden mediterranen Kost. Sie eignen sich nicht nur zum Knabbern, sondern auch als schmackhafte Zutat sowohl für herzhafte als auch süße Speisen. Das durch kalte Pressung gewonnene Walnussöl ergibt – etwa zusammen mit Himbeeressig – ein köstliches Salat-Dressing. Viele Rezeptideen finden sich im Internet, zum Beispiel unter www.walnuss.de.

Fazit: Walnüsse sind viel zu lecker und gesund, um sie nur in der Weihnachtszeit zu essen.

Beispiel für Kombipräparate

Phytoderma® Pflegecreme



Beitrag erschienen in Ausgabe 15/2017

 

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