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Tumorresistenz

Bluttest erspart unnötige Therapie


Tumorzellen können sich so verändern, dass Medikamente nicht mehr wirken. Forscher der Technischen Universität München (TUM) entwickelten einen Bluttest, der vorhersagt, ob eine Therapie bei schwerkranken Prostatakrebs-Patienten anspricht.

 

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Tumorzellen bei Prostatakrebs brauchen Testosteron zum Wachsen. Substanzen wie Abirateron und Enzalutamid greifen hier an. Sie hemmen die Testosteronbildung im Körper beziehungsweise blockieren die Testosteronrezeptoren. Bei manchen Tumorzellen verändern sich diese Rezeptoren allerdings: Plötzlich stimulieren sie auch ohne Testosteron die Zellteilung. Der häufigste so veränderte Rezeptor heißt AR-V7. »Wenn wir vorher wissen, ob ein Tumor diesen Rezeptor entwickelt hat, können wir frühzeitig individuell beraten. Das kann schwerkranken Patienten eine unwirksame Therapie ersparen«, erklärt Privat-Dozent Dr. Matthias Heck. Der neue Bluttest misst AR-V7 frühzeitig und zuverlässig im Blut und erkennt somit, ob der Tumor resistent gegen Abirateron und Enzalutamid ist. Bisherige Tests sind auf­wändiger, teurer und weniger aussagekräftig. Im nächsten Schritt wollen die Forscher klären, ob der Test als Routineuntersuchung einsetzbar ist. (ais)



Beitrag erschienen in Ausgabe 19/2017

 

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