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Alternative Medizin

Wege zur Gesundung


Von Nicole Schuster / Viele Patienten schätzen komplementär­medizinische Methoden aus der Naturheilkunde. Die Wirkung einiger Therapien ist wissenschaftlich bestätigt, bei anderen ist der Nutzen umstritten. Ein seriöser Behandler sollte über Möglichkeiten und Grenzen aufklären. Die Apotheke spielt eine wichtige Rolle in der Qualitätssicherung der eingesetzten Arzneien und Heilkräuter.

 

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Die naturwissenschaftlich ausgerichtete Schulmedizin folgt einem primär krankheitsorientierten und organspezifischen Denkansatz. Die meisten niedergelassenen Mediziner wenden sie an, um Diagnosen zu stellen und Krankheiten zu behandeln.




Foto: Shutterstock/Charles Taylor



Daneben gibt es die Naturheilkunde mit ihrem ganzheitlichen Denken und ihrem Blick auf den Menschen als Gesamt­heit aus Körper, Seele und Geist. Mit ihren Methoden will sie die Selbstheilungskräfte anregen, das innere Gleichgewicht wiederherstellen und Gesundheitsstörungen vorbeugen. »Traditionelle Anwendungen aus der Naturheilkunde basieren meist auf ­einem plausiblen Wirkverständnis«, ­erklärt Professor Dr. med. Andreas Michalsen im Gespräch mit dem PTA-Forum. Er hat eine Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin inne.

Die Wurzeln einiger Konzepte, auf denen Naturheilverfahren basieren, reichen tief in die Vergangenheit. Der Aderlass etwa geht auf die Humoral­pathologie der europäischen Antike zurück. Diese Lehre der Körpersäfte besagt, dass ein Überschuss an einem bestimmten Körpersaft, etwa Blut, krank macht. Eine überholte Theorie, dennoch schätzen Naturheilkundler den Aderlass heute als ausleitendes Verfahren, etwa um Bluthochdruck unter­stützend zu behandeln. Die in der aktuellen Medizin vielfach eingesetzte Akupunktur existiert ebenfalls seit Jahrtausenden. Sie entstand vor circa 3000 Jahren und ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Das Verfahren beruht auf der Vorstellung, dass ein Mensch gesund ist, wenn die Energie, das Qi, harmonisch fließt. Störungen des Qi-Flusses, die Krankheit oder Schmerz verursachen, kann der Behandler beseitigen, indem er feine Nadeln in ausgewählte Körperregionen sticht. Nicht nur bei Gesundheitsleiden, sondern auch als Lifestyle-Anwendung, zum Beispiel, um das Abnehmen zu unterstützen oder den Abschied von der Zigarette zu erleichtern, vertrauen zahlreiche Patienten auf Akupunktur.

Das altindische Ayurveda-Konzept gilt als weltweit älteste Lehre von Gesundheit, Krankheit und Heilung. Es umfasst unter anderem Massagetechniken, Vorgaben zur Ernährung und Elemente aus der Pflanzenheilkunde. Wie andere naturheilkundliche Systeme betrachtet auch der Ayurveda den Menschen in seiner körperlich-geistigen Gesamtheit.




Beim Wassertreten werden die Blutgefäße trainiert und härtet der Organismus ab. Möglich ist das auch zuhause mit warm-kalten Wechselduschen.

Foto: Shotshop/Twilight_Art_Pictures


Für Patienten sind diese Anwendungen bei leichteren akuten Beschwerden und zur ergänzenden Behandlung bei chronischen Erkrankungen interessant. Fachkundig angewendet können Verfahren wie meditative Atem- und Bewegungsübungen aus dem Qigong oder Yoga, Arzneimittel aus Heilpflanzen oder auch Fastenkuren bestimmte Beschwerden sanft und auf natürliche Weise lindern.

Sorgfältige Anamnese

In der typischen Arzt-Patienten-Beziehung legt der Mediziner nach der Diagnose der Krankheit eine geeignete, wissen­schaftlich anerkannte und etablierte Therapie fest. Das Gespräch mit dem Arzt dauert oft nur wenige Minuten, Fragen der Patienten bleiben häufig offen. Viele fühlen sich und ihre ­Sorgen nicht ausreichend ernst­ge­nommen. Sie wünschen sich einen Ansprech­partner, der nicht nur instrumentell in wenigen Minuten körperliche Untersuchungen vornimmt, sondern ihnen aufmerksam, auf Augenhöhe und ohne Zeitdruck zuhört. Behandler in der Naturheilkunde und Komplementärmedizin stehen anders als Kassenärzte nicht unter einem großen Zeit- und Kostendruck, denn es existiert keine rechtlich bindende Gebührenordnung, wie es sie für Ärzte gibt. Deshalb beschäftigen sie sich oft länger und eingehender mit ihren Patienten. Das macht es möglich, häufiger als Schulmediziner über das körperliche Leiden des Patienten hinaus Aspekte wie Lebensweise, Ernährung oder das soziale Umfeld in die Anamnese mit einzubeziehen.

Ungünstigen Lebensstilfaktoren wollen Behandler in Naturheilverfahren häufig mit Methoden wie Yoga oder Meditation begegnen, die zu mehr Achtsamkeit verhelfen. »Diese Mind-Body-Medizin fördert auf besondere Weise die Selbstheilungskräfte des Patienten«, sagt Michalsen. »Nicht die Krankheit steht im Mittelpunkt, sondern der Weg zur Gesundwerdung.« Therapeuten sprechen dabei auch von Salutogenese. Der Patient fühlt sich in seiner Individualität angenommen und erhält anstelle einer Standardtherapie eine für ihn maßgeschneiderte Behandlung. Komplementäre Therapien wie Yoga oder Meditation bringen zudem eine gewisse Spiritualität mit sich. Davon fühlen sich viele Menschen möglicherweise mehr angesprochen als von der rationellen und vor allem auf wissenschaftlichen Fakten basierenden Schulmedizin. Zudem bauen sie ein größeres Vertrauen zu einem Behandler auf, der sie individueller wahrnimmt.

Wirksam trotz fehlender Studien

Viele Methoden der komplementären Medizin sind inzwischen auch wissenschaftlich belegt und finden sich zunehmend in medizinischen Leitlinien. Ein Beispiel ist die Mind-Body-Medizin, die die Autoren der S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa als komplemen­täres Verfahren empfehlen, um die Lebens­qualität zu verbessern. »Immer noch beruht jedoch vieles in der Naturheilkunde auf dem Erfahrungswissen von Experten und nicht auf den Ergebnissen groß angelegter klinischer Studien«, weiß Michalsen. In solchen, meist sehr aufwändigen und teuren Studien untersuchen Wissenschaftler ein Verfahren entweder im Vergleich mit einer bereits etablierten Behandlungsmethode oder mit einer Placebotherapie, also einer Scheinbehandlung. Von den komplementären Methoden wurden bislang noch nicht ausreichend viele solchen Prüfungen unterzogen. »Fehlende Daten aus Studien bedeuten aber nicht zwangsläufig, dass Anwendungen nicht wirken«, so der Berliner Naturmediziner. »Studien müssen finanziert werden. Sponsoren finden sich nur in Bereichen, in denen auch Patente und ein ›return on invest‹ erzielbar sind. Mit Naturheilverfahren, die in der Regel selbst wirksam oder kostengünstig und auch ohne Wirksamkeitsbeleg oft seit Jahrzehnten etabliert sind, ist das große Geld allerdings nicht zu verdienen.«




Die Phytotherapie gehört zu den klassischen Naturheilverfahren

Foto: Fotolia/ Alexander Raths


Wissenschaftlich bestätigt ist aber zum Beispiel die Wirkung verschiedener pflanzlicher Arzneimittel. So haben klinische Studien etwa für Johanniskraut oder Baldrian sowie für verschiedene Kombinationspräparate gezeigt, dass sie in bestimmten Indikationen durchaus wirkungsstarke Alternativen zu synthetischen Arzneimitteln darstellen. Auch die Jahrtausende alte Akupunktur hat in Studien ihre Wirksamkeit bewiesen. Die Nachweise beziehen sich allerdings nicht auf jede Anwendung der Akupunktur, sondern nur auf bestimmte Indikationen, etwa auf chronische Schmerzen bei Kniegelenksarthrose, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen. Auch für die Blutegeltherapie existiert bei Kniegelenks­arthrose eine wissenschaftlich bestätigte Wirksamkeit.

Realistisch bleiben

Auch wenn klinische Studien bestimmte Anwendungen aus der Komplementärmedizin als wirksam beurteilen, bedeutet das nicht, dass die gesetzlichen Krankenkassen automatisch für die Kosten aufkommen. Welche Verfahren aus der Naturheilkunde Ärzte über die Krankenkassen abrechnen dürfen, hängt vom Versicherer ab. Patienten, die sich für bestimmte Maßnahmen interessieren, sollten sich den Leistungskatalog ihrer Krankenkasse ansehen.


Tabelle: Beispiele für naturheilkundliche und alternative Verfahren sowie andere Medizinsysteme

Naturheilverfahren Beschreibung Postulierte Anwendungsbeispiele 
Klassische Naturheilverfahren nach Pfarrer Kneipp (fünf Säulen)   
Phytotherapie Anwendung von ganzen Pflanzen, Pflanzenteilen oder deren Extrakten, jedoch nicht von isolierten Einzel­stoffen als Arzneimittel Johanniskrautextrakt gegen leichte und minderschwere Depressionen 
Hydrotherapie (Wasserheilkunde) Anwendung von Wasser als Eis, in flüssiger Form oder als Dampf zur therapeutischen Behandlung akuter oder chronischer Beschwerden, zur Abhärtung, Vorbeugung, Rehabilitation oder Regeneration Wassertreten (Kneippen) zur Anregung des Kreislaufs und der Durchblutung 
Bewegungstherapie Oberbegriff für alle therapeutischen Verfahren, die auf körperlicher Bewegung und Bewegungs­übungen basieren Krankengymnastik nach Bobath bei neurologischen Störungen 
Diätetik Ernährungsweise, die zur Gesundheit beiträgt beziehungsweise eine dem Krankheitsbild angepasste Diät Angepasste Ernährung bei Krankheiten wie Diabetes oder Gicht 
Ordnungstherapie Gestaltung eines ausgewogenen Tagesablaufs mit gesundheitsfördernden Gewohnheiten Regulierter Wechsel von Erholung und Aktivität zum Stressabbau 
Traditionelle Naturheilverfahren   
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Altchinesische Gesundheitslehre, bei der die Anamnese im Fokus steht Akupunktur zur Behandlung verschiedener Gesundheitsleiden 
Ayurveda Spirituelle südasiatische Weisheitslehre, gemäß der eine Person nur dann gesund bleiben kann, wenn sie sich um Körper, Geist und Seele sorgt und in Einklang mit sich und der Welt lebt Massagen zur Behandlung verschiedener Gesundheitsleiden 
Traditionelle Europäische Medizin (TEM) Etwa 3000 Jahre altes Medizinsystem, dessen Grundlagen auf naturphilosophischen Betrachtungen beruhen Durch die regelmäßige Entnahme einer bestimmten Menge Blut (Aderlass) sollen Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Lungenerkrankungen gebessert werden. 
Alternative Behandlungsformen   
Bachblütentherapie Anwendung der Essenzen von Blüten verschiedener wild wachsender Pflanzen und Bäume Einsatz zum Beispiel bei psychischen Belastungen 
Bioresonanztherapie Aufnahme von bioenergetischen Schwingungen aus dem Körper, Umkehrung von disharmonischen Frequenzen und Zurückleitung in den Körper Anwendung zum Beispiel bei einer mutmaßlichen Belastung mit Elektrosmog 
Farbtherapie Therapeutischer Einsatz von Farben Anwendung zum Beispiel bei Kopfschmerzen, depressiven Verstimmungen oder Schlafstörungen 
Kinesiologie Testen der Reaktion der Muskulatur auf Reize, bei Störungen Behandlung mit manueller Therapie, Akupunktur, Homöopathie und anderen komplementärmedizinischen Methoden Anwendung zum Beispiel bei Rückenschmerzen, Muskelverspannungen oder Migräne 
Andere Medizinsysteme   
Homöopathie Bei Krankheit Anwendung von Arzneien unterschiedlichen Ursprungs, die ein ähnliches Leiden hervorrufen können (Ähnlichkeitsregel). Arzneimittel werden nach dem Prinzip der Potenzierung hergestellt Grundsätzlich (ergänzende) Anwendung bei allen Krankheiten 
Anthroposophische Medizin Integrative Medizin, die den Menschen als ein viergliedriges Wesen (»physischer Leib«, »Ätherleib«, »Astralleib« und »Ich«) betrachtet; Krankheit gilt als Störung der Harmonie zwischen den Wesensgliedern. Behandlung mit anthroposophischen Arzneimitteln und nicht-medikamentösen Therapieformen Kunsttherapie als begleitende Maßnahme in der Rehabilitation oder in der Drogentherapie 

Patienten, die sich mit komplemen­tären Therapien behandeln lassen wollen, können sich an einen entsprechend spezialisierten Arzt oder an einen Heilpraktiker wenden. Zwischen beiden Berufs­ständen gibt es jedoch große Unterschiede. Ärzte haben grundsätzlich ein mindestens sechs Jahre langes Studium hinter sich, dieses mit dem Staatsexamen abgeschlossen und danach eine mehrjährige Facharztausbildung absolviert. Fachärzte, die sich auf komplementäre Therapien spezialisieren, absolvieren zusätzlich eine zeit­intensive Weiterbildung der Ärztekammern im Bereich Naturheil­ver­fahren, Akupunktur, Physikalische Therapie oder Homöopathie.


Arzt für Naturheilverfahren

Nach der abgeschlossenen Fach­arzt­aus­bildung und einer mindestens zweijährigen klinischen Tätigkeit können Ärzte in Deutschland die durch die Ärztekammern anerkannte Zusatzbezeichnung »Naturheilverfahren« erlangen. Dazu müssen sie vier Kurse mit zusammen 160 Unterrichtseinheiten sowie eine zwölf­wöchige Praxis-Hospitation bei einem weiterbildungsermächtigten Arzt absolvieren. In der Weiter­bildung befassen sich die Fachärzte mit verschiedenen Methoden der komplementären Therapie wie der Hydro- und Thermotherapie, Bewegungs- und Ordnungstherapie und erwerben zudem Kenntnisse über die Grundlagen der Chronobiologie, physikalische Maßnahmen wie die Elektro- und Ultraschalltherapie sowie ausleitende Verfahren. Wichtige weitere Themen auf dem Lehrplan sind die Ernährungsmedizin und Fastentherapie sowie die Heilpflanzenkunde.


Heilpraktiker darf sich nennen, wer in einer theoretischen Prüfung beim Gesundheitsamt elementare medizinische Grundkenntnisse vorweisen kann. Umfang und Inhalt der Ausbildung sind anders als beim Medizinstudium nicht geregelt, der Wissensstand im Bereich der Komplementärmedizin wird nicht überprüft. Auch wenn sie es nie praktisch gelernt haben, dürfen Heilpraktiker Spritzen geben und Infusionen legen. Einen ersten Hinweis auf Seriosität gibt die Einschätzung des Behandelnden. Macht er realistische oder utopische Versprechungen? »Misstrauen ist zum Beispiel dann angezeigt, wenn ein Behandler mit einer einzigen Methode alle Gesundheits­leiden heilen möchte«, sagt Michalsen. Auch wenn im Voraus große Geldbeträge fließen oder obskure Heilmittel erst aus dem Ausland an der Apotheke vorbei beschafft werden müssen, sollten Patienten skeptisch werden. Ebenso zweifelhaft sind aufwändige und teure technische Verfahren zur Diagnostik von Krankheiten. Ungeprüfte, invasive Methoden können mehr Schaden als Nutzen anrichten und sollten von Patienten hinterfragt werden. Zu warnen ist vor Behandlern, die die Schulmedizin verteufeln und bei bedrohlichen Krankheiten wie Krebs von lebensrettenden Therapien, etwa einer Operation oder Chemotherapie, abraten und den Tumor stattdessen nur mit einem naturheilkundlichen Verfahren heilen wollen.

Geprüfte Qualität in der Apotheke

Vorsicht ist nicht nur geboten, wenn sich der Behandler selbst überschätzt, sondern auch bei dubiosen Kräuter­mischungen und Arzneien ungewisser Herkunft. Wenn diese im Internet an Apotheken vorbei vertrieben werden, gibt es weder eine Garantie für die Sicher­heit noch für die Qualität. Zubereitungen etwa aus dem Ayurveda oder der TCM werden oft als Nahrungs­ergänzungsmittel oder Vitaminprä­parate in Internetshops angeboten und entgehen somit der behördlichen Arznei­mittelkontrolle. Nicht auszuschließen ist, dass die Präparate Teile von geschützten Pflanzen enthalten oder giftige Substanzen. So kommen etwa bei der traditionellen Herstellung von Arzneien aus dem Ayurveda Schwermetalle zum Einsatz, die die Wirkung ver­stärken sollen.




Vorsicht ist geboten bei Kräutermischungen dubioser Herkunft.

Foto: Shutterstock/Pixeljoy


Neben gefährlichen Mengen Blei, Quecksilber und Arsen finden Wissenschaftler in solchen Arzneimitteln weitere gesundheitsschädliche Substanzen oder Pestizidrückstände. »Patienten können sich vor Vergiftungen schützen, indem sie ihre Heilmittel auf keinen Fall online kaufen, sondern in einer auf Ayurveda oder TCM spezialisierten Apotheke«, sagt der Experte. Entsprechende Apotheken geben ayurvedische Arzneimittel oder Kräuter aus der TCM erst dann an Kunden weiter, nachdem sie in Laboren auf ihre Sicherheit und Qualität geprüft wurden und beim Wareneingang die Identität des Materials bestätigt werden konnte. Deutsche Apotheken sind außerdem der Kontrolle durch Arzneimittelbehörden unterworfen, die überprüfen, dass die angebotenen Präpa­rate die vorgeschriebenen Qualitätsmerkmale auch tatsächlich erfüllen. Für den Patienten bedeutet das ein Maximum an Sicherheit. Darauf können PTA in der Beratung hinweisen.

Im Notfall immer Schulmedizin

Vielen Patienten mit schulmedizinisch unheilbaren oder chronischen Krankheiten kann auch die Komplementärmedizin keine Heilung bringen. Allerdings können die Verfahren bei Betroffenen das Wohlbefinden verbessern und Selbstheilungskräfte aktivieren. Wer bei akuten infektiösen Erkrankungen allein auf Behandlungen aus der Naturheilkunde setzt, riskiert im schlimmsten Fall sein Leben. Michalsen bekräftigt: »Bei aller Beliebtheit der Naturheilkunde darf nicht vergessen werden, dass ihre Verfahren die ­wissenschaftsbasierte Medizin ergänzen, nicht aber deren Ersatz darstellen sollen.« Bei lebensbedrohlichen Krankheiten wie Krebs, bei akuten, schweren Infektionen oder im klinischen Notfall sollte immer die Schulmedizin Vorrang haben. /


Alternative Medizin

Lesen Sie zum Themenschwerpunkt auch die Beiträge

Homöopathie: Vom Ausgangsstoff zum Arzneimittel

Akupunktur: Stiche gegen den Schmerz

Traditionelle Chinesische Medizin: Lebensenergie im Fluss

Anti-Pilz-Diät: Darmpilz-Phobie ist Vergangenheit

Osteopathie: Sanfte Heilkraft der Hände



Beitrag erschienen in Ausgabe 21/2017

 

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