Ein Magazin der

www.pta-forum.de

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 

 

 

www.pta-forum.de
Ein Magazin der 
 

POLITIK UND BERUF

Rechtzeitig planen

Stressfrei durch die Adventszeit


Von Andreas Nagel / Jedes Jahr freuen sich die Menschen auf eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit. Angesichts einer Vielzahl von Aufgaben und Verpflichtungen sind die Wochen vor Heiligabend aber meistens von Stress und Hektik geprägt. Mit einer vorausschauenden Planung und Vorbereitung können Sie aber sicherstellen, in diesem Jahr wirklich eine entspannte Advents- und zu Weihnachtszeit erleben.

 

Anzeige

 

Notieren Sie zunächst alle Dinge und Aktivitäten, die Ihnen in der Advents- und Weihnachtszeit besonders wichtig sind. Das kann zum Beispiel sein, dass die ganze Familie zusammenkommt, dass Sie ausreichend Zeit zur Ent­spannung haben, dass Sie einen schönen­ Weihnachtsgottesdienst besuchen oder dass wenig Aufwand bei den Geschenken betrieben wird. Arbeiten Sie dann gezielt auf diese Wunschvor­stellung hin. Laden sie also keine Verwandten für den ersten Feiertag zum Mittagessen ein, wenn Sie dann lieber eine bestimmte Ver­an­staltung besuchen möchten. Entscheiden Sie auch, auf welche Aktivitäten Sie in diesem Jahr verzichten wollen. Wenn Sie zu vielen verschiedenen Weihnachtsfeiern eingeladen werden, besuchen Sie diesmal nur einige aus­gewählte Veranstaltungen oder Sie begrenzen die Anwesenheitsdauer, um anschließend noch einen schönen Abend mit der Familie zu verbringen.




Foto: iStock/golero


Schauen Sie sich jetzt im November den Monat Dezember in Ihrem Kalender genau an und notieren Sie, welche Tätigkeiten bis wann erledigt werden müssen. Ein schriftlicher Zeitplan entlastet Ihr Gedächtnis und sorgt dafür, dass Sie nichts Wichtiges vergessen. Planen Sie dabei auch feste Erholungs- und Entspannungszeiten ein. Über­legen Sie, ob es berufliche Aufgaben oder Projekte gibt, die im laufenden Jahr in Vergessenheit geraten sind, die aber vor dem Jahreswechsel noch unbedingt erledigt werden müssen. Wenn Sie unerledigte Aufgaben bereits im November erkennen, bleibt meist noch genügend Zeit, um diese in Ruhe abzuschließen.

Aufgaben verteilen

Weihnachten ist ein Familienfest, und daher sollte auch die gesamte Familie mithelfen. Besprechen Sie daher, welches Familienmitglied in der Advents- und Weihnachtszeit für welche Auf­gaben zuständig ist. Wer schreibt die Weihnachtskarten? Wer kauft und schmückt den Baum? Wer holt Gäste vom Bahnhof ab? Wer kümmert sich um die Getränke? Viele Kinder freuen sich, wenn sie bei den Vorbereitungen mithelfen dürfen und anschließend ein Lob für die zuverlässige und pünktliche Erledigung erhalten. Die Aufgaben können je nach Alter verteilt werden; etwa den Tisch decken, das Wohnzimmer saugen oder dekorieren sind Tätig­keiten, die auch kleinere Kinder übernehmen können.

Legen Sie für die Advents- und Weihnachtstage mit der Familie gemeinsame Aktivitäten und Abläufe fest, auf die sich jeder einstellen kann. In der Adventszeit kann das zum Beispiel der gemeinsame Besuch des Weihnachtsmarkts sein. An Heiligabend kann der Besuch der Nachmittags­christmesse oder ein Spazier­gang vor der Bescherung auf das Fest einstimmen. Wenn Kinder diese Abläufe vorab kennen oder mit­gestalten können, unterbleibt meist auch die wiederholte Frage, wann endlich die Bescherung stattfindet. Ältere Kinder möchten am Heiligabend vielleicht gerne noch etwas mit Freunden unternehmen. Akzeptieren Sie in diesem Fall, dass ab einem bestimmten Alter die Freunde wichtiger werden als die Familie, und vereinbaren Sie einen Kompromiss: Die gesamte Familie trifft sich zur Bescherung und zum Essen, danach können die Kinder mit ihren Freunden feiern gehen.

Klären Sie auch die Erwartungen der Verwandtschaft. Wer erwartet, von ihnen­ eingeladen oder besucht zu werden? Wer erwartet ein Geschenk und wer möchte Sie beschenken? Auch wenn Sie zu wissen glauben, was Ihre Mitmenschen von Ihnen erwarten: Sprechen sie besser trotzdem einmal mit ihren Lieben. Vielleicht geht es Ihren Verwandten wie Ihnen, und sie sind mit einem geringeren Zeit- und Geldeinsatz als in den Jahren zuvor voll­kommen zufrieden. Bevor Sie zu Weihnachten die gesamte Verwandtschaft besuchen und dazu hunderte Kilometer fahren, stellen Sie sich die Frage: Muss ich Menschen, die ich sonst das ganze Jahr nicht sehe, ausgerechnet an den Weihnachtstagen besuchen oder einladen? Schlagen Sie bei Bedarf einen zeitnahen Alternativtermin für ein gemeinsames Essen vor.

Geschenke kaufen

Ein großer Zeitfresser in der Adventszeit ist die Suche nach passenden Geschen­ken in überfüllten Kauf­häusern mit langen Warteschlangen. Überdenken Sie doch einmal Ihren bisherigen Umgang mit Geschenken und prüfen Sie folgende Alternativen. Zwar nicht sehr kreativ, aber bei Kindern und Jugendlichen ist Geld ein beliebtes Weihnachtsgeschenk, das Ihnen eine zeitraubende Suche erspart. Sie können das Schenken innerhalb der Familie auch als Wichteln organisieren. Dabei besorgt jedes Familienmitglied nur ein einziges Geschenk für eine bestimmte Person. Die Zuteilung wird vorher per Los entschieden. Oder Sie wählen die einfachste Lösung: Nur die Kinder bekommen Geschenke und die Erwachsenen genießen einfach das Fest. Das eingesparte Geld können Sie gemeinsam einem sozialen Projekt oder bedürftigen Menschen zukommen lassen und damit zum Fest der Liebe eine gute Tat vollbringen.

Das gesamte Weihnachtsfest soll natürlich immer möglichst perfekt und harmonisch ablaufen. Kataloge präsentieren perfekte Dekorationen in strahlenden Wohnungen, und Nachbarn übertreffen sich gegenseitig mit Lichterketten und Außenbeleuchtungen. Auch die eigene Wohnung muss dann natürlich auf Hochglanz geputzt sein, das Essen perfekt zubereitet werden und der Baum beeindruckend geschmückt sein. Mit solchen Idealvorstellungen im Kopf bestehen allerdings ist die Chance auf ein besinnliches Fest gering.


Beispiel: Advents- und Weihnachtsplaner

Aufgaben:

  • Wunschaktivitäten festlegen
  • Abläufe besprechen
  • Aufgaben verteilen
  • Besuchstermine abstimmen
  • Geschenkeliste erstellen
  • Speiseplan erstellen
  • Weihnachtskarten schreiben
  • Lichterketten und Dekoartikel prüfen
  • Weihnachts-CD bereitlegen
  • Tischreservierungen vornehmen
  • Friseurtermin vereinbaren

Einkäufe:

  • Adventskranz
  • Adventskalender
  • Nikolausgeschenke
  • Karten, Briefumschläge, Briefmarken
  • Weihnachtsgeschenke
  • Geschenkpapier
  • Weihnachtsbaum
  • Dekorationsmaterial
  • Speisen und Getränke


Akzeptieren Sie, dass auch zu Weihnachten nicht alles perfekt sein muss und dass es kleine Missgeschicke oder Meinungsverschiedenheiten geben kann. Wenn der Weihnachtsbaum nicht ganz gerade ist, dann wird er eben besonders liebevoll geschmückt und ein misslungener Nachtisch ist auch keine Katastrophe. Das Wichtigste ist doch, dass die gesamte Familie eine schöne Zeit miteinander verbringt. Wenn die Beziehung zwischen einzelnen Familienmit­gliedern nicht besonders gut ist (etwa zwischen Geschwistern oder zu den Schwiegereltern), so können Sie Streitig­keiten an den Weihnachtstagen oft vermeiden, indem Sie zusätzlich Freunde oder Bekannte einladen. In deren Gegenwart werden familiäre Streitthemen normalerweise nicht an­gesprochen. Auch ein langer gemein­samer Spaziergang nach dem Essen kann von Konfliktthemen ablenken.

Zeit zur Besinnung

Die Advents- und Weihnachtszeit ist ein guter Anlass, um an einem ruhigen Ort oder bei einem ausgedehnten Spazier­gang über das vergangene Jahr nachdenken: Was war gut? Was war nicht gut? Was soll sich ändern? Was soll das nächste Jahr bringen? Gönnen Sie sich solche Auszeiten oder einen Termin im Kosmetik-/ Massagestudio, einen Saunabesuch oder ein Schaumbad, um innerlich zur Ruhe zu kommen, zu entspannen und abzuschalten. Schöne Weihnachtsmärkte laden außer­dem zu einem abendlichen Besuch oder zu einem Wochenend-Trip in eine andere Stadt ein. /



Beitrag erschienen in Ausgabe 22/2017

 

Das könnte Sie auch interessieren

 


© 2018 Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH

Seiten-ID: http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=11288