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ARZNEIMITTELTHERAPIE

Arzneipflanzenporträt

Echte Myrrhe


Commiphora myrrha
Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae)

 

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Merkmale

Bis zu 3 m hoher Strauch/Baum mit knotigen Ästen und Dornen;

in Büscheln stehende kurze Zweige mit kleinen Blättern am Ende; gelborange Blütenrispen; spontan oder nach Verletzung der Rinde tritt ein gelblicher Gummiharz aus, der an der Luft erstarrt (= Myrrhe)



Heimat

tropisches und subtropisches Afrika sowie Arabien

Arzneilich verwendete Pflanzenteile

  • getrocknetes Gummiharz (Myrrhe) von Commiphora myrrha sowie weiteren Commiphora-Arten
  • unregelmäßig geformte, gelblich-braune Harzstückchen mit glänzenden Bruchflächen
  • im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.): Myrrhe (Myrrha) und Myrrhentinktur (Myrrhae tinctura)

Inhaltsstoffe

  • Diterpen- und Triterpensäuren in der alkohollöslichen Harzfraktion
  • Kohlenhydrate im wasserlöslichen Gummianteil
  • ätherisches Öl
  • Bitterstoffe

Anerkannte medizinische Anwendung

Äußerlich bei:

  • leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
  • Entzündungen des Zahnfleischs
  • Prothesendruckstellen

Empfohlene Dosierung von Myrrhentinktur

  • zwei- bis dreimal täglich unverdünnt mit Pinsel oder Wattestäbchen auf die entzündete Stelle auftragen oder
  • 5 bis 10 Tropfen in ein Glas Wasser geben und damit den Mund spülen oder gurgeln




Fotos: Okapia/Manfred Ruckszio


Nebenwirkungen

Keine bekannt

Wechselwirkungen

Keine bekannt

Abgabehinweis

Beim Auftragen der unverdünnten Tinktur auf die entzündete Schleimhaut brennt die Wunde aufgrund des enthaltenen Alkohols.

Alkoholkranke sollten keine Myrrhentinktur anwenden.

Berühmtes Geschenk

Vor allem zur Weihnachtszeit macht die Myrrhe jedes Jahr von sich reden: Schließlich gehört sie zu den Geschen­ken, die die Sterndeuter dem Jesuskind in Bethlehem mitbrachten. Gold, Weihrauch und Myrrhe waren die Gaben – so erzählt es die Bibel. Wie immer in diesen Erzählungen sind die Details voller Symbolik. Myrrhe steht hier mit ihrer Bitterkeit und heilenden Wirkung für körperliches Leiden.

Den Menschen der Antike war Myrrhe geläufig. Man nutzte sie als kosmetisches sowie medizinisches Mittel. Zudem war Myrrhe für die Einbalsamierung der Toten notwendig.

Beispiele für Kombipräparate mit Myrrhe

  • NeyParadent® LiposomeMundtropfen
  • Repha-Os® Mundspray



Beitrag erschienen in Ausgabe 23/2017

 

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