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BERATUNGSPRAXIS

OTC-Beratungscheck

Clotrimazol


Kontraindikationen, Neben- und Wechsel­wirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratung­sintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu einem ausgewählten OTC-Präparat für die Beratung übersichtlich zusammen. In dieser Ausgabe: Clotrimazol zur vaginalen Anwendung.

 

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Arzneistoffgruppe

Antimykotikum



Präparate

Kombinationen Cremes/Vaginal­tabletten oder -zäpfchen: zum Beispiel Canesten® GYN Once und GYN 3-Tage-Kombi, Canifug® Cremolum, Kadefungin® 3/6, Myko­fungin®, Vagisan® Myko Kombi

Indikation

Entzündung der Scheide und des äußeren Genitalbereichs sowie Ausfluss, bedingt durch Pilzinfektion (meist Candida albicans); Super­infektion mit Clotrimazol-empfind­lichen Bakterien

Dosierung/Anwendung

Kombinationspackungen 3- beziehungsweise 6-Tagestherapie: An drei beziehungsweise sechs aufeinanderfolgenden Tagen abends 1 Vaginaltablette einführen und dreimal täglich Creme dünn auf den äußeren Genitalbereich u. bis zum After auftragen. Bei der 1-Tages­therapie reicht eine einmalige An­wendung innerlich aus.

Falls erforderlich, kann eine zweite Behandlung durchgeführt werden.


Kontraindikationen/Warnhinweise

Nur unter ärztlicher Überwachung bei erstmaligem Auftreten der In­fektion und wenn Pilzinfektionen häufiger als viermal im Verlauf der vergangenen 12 Monate aufgetreten sind.

Bei Fieber, Unterleibs- und Rückenschmerzen, schlecht riechendem Vaginalausfluss, Übelkeit, Vaginal­blutungen und/oder verbunden mit Schulterschmerzen sollte die Patientin einen Arzt konsultieren.

Tampons, Intimduschen, Spermizide oder andere Vaginalprodukte sollten während der Behandlung nicht verwendet werden.

Es wird empfohlen, während der Infektion und der Therapiedauer auf Geschlechtsverkehr zu verzichten, da der Partner infiziert werden kann.

Durch die enthaltenen Hilfsstoffe (besonders Stearate) kann die Sicherheit von Latexprodukten wie Kondomen und Diaphragmen während der Therapie beein­träch­tigt werden.

Nebenwirkungen

Allergische Reaktionen, Juckreiz, Brennen, Hautrötung, Hautreizungen und -ausschlag, Unterleibsschmerzen (Häufigkeit jeweils nicht bekannt).

Wechselwirkungen

Bei Kombination mit dem oralen Immunsuppressivum Tacrolimus: Anstieg des Tacrolimus-Plasma­spiegels möglich. Patienten sollten auf Symptome einer Überdosierung überwacht werden.

In in-vitro-Untersuchungen führte Clotrimazol zu einer Wirkungsabschwächung von gegen Candida-Arten lokal wirksamen Substanzen wie Ampho­thericin B, Nystatin oder Natamycin.

Schwangerschaft/Stillzeit

Keine Hinweise auf teratogene Wir­-­kungen oder fetotoxisches Risiko. Umfang­reiche klinische Erfahrungen und gute Verträglichkeit bei therapeu­tischer Verwendung sprechen zudem gegen ein Risiko für den gestillten Säugling.

Clotrimazol gehört zu den Mitteln der Wahl bei einer Pilzinfektion in der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit.

Hinweis: Der Beratungscheck zeigt eine Auswahl an Arzneimittel­informationen. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Weiter­­führende Informationen finden Sie unter anderem in den entsprechenden Fachinformationen, der Roten Liste sowie auf www.embryotox.de.



Beitrag erschienen in Ausgabe 03/2018

 

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