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Trinkwasser

Hahn oder Flasche


Von Elke Wolf / Trinkwasser hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vom bloßen Durstlöscher zum Lifestyle-Produkt entwickelt. Egal ob kanadisches Gletscherwasser, basisch oder besonders rein: Die Deutschen trinken ihr Mineralwasser am liebsten mit wenig Sprudel und aus der Plastikflasche. Dabei kann Leitungswasser hierzulande in punkto Mineralgehalt und Reinheit mithalten. Es ist überdies das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt.

 

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Mineralwasser ist unangefochten der Deutschen liebstes Getränk. In den vergan­genen 18 Jahren ist der Trinkwasserkonsum der Deutschen stetig gestiegen. Lag er pro Kopf im Jahr 2000 noch bei gut 100 Litern, 2017 hat jeder Deutsche 148 Liter davon getrunken, teilt der Verband Deutscher Mi­neralbrunnen mit. Die deutschen Mineral­brunnen füllen über 500 verschiedene Mineral- und 34 Heilwässer sowie zahlreiche­ Mineralbrunnen-Erfrischungs­getränke ab. Noch durstiger sind im europäischen Vergleich nur die Italiener.




Foto: iStock/Sam Edwards



Die Liebe zum Wasser mit Kohlensäure teilt übrigens kaum ein Land mit Deutschland. Dennoch wird auch hierzulande stilles Wasser immer beliebter, heißt es in der Pressemitteilung des Verbands. Danach war die beliebteste Mineralwassersorte des vergangenen Jahres Mineralwasser mit wenig Kohlen­säure, gefolgt von klassischem Sprudel. Den größten Zuwachs verzeichnete mit einem Plus von 7,5 Prozent Mineralwasser ohne Kohlensäure.

Nicht jedes in einer Flasche ab­gepackte Wasser ist auch ein Mineralwasser (siehe Kasten). Mineral- und Heilwässer benötigen als einzige Lebens­mittel in Deutschland eine amt­liche Anerkennung. Amtlich an­erkannte Mineralwässer werden mit dem Namen der Quelle und dem Ort der Quellnutzung vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im »Bundesanzeiger«, dem Amtsblatt der Bundesbehörden, bekannt gegeben.


Alles Wasser oder was?

Nicht jedes Wasser in der Flasche darf sich Mineralwasser nennen. Defini­tionsgemäß gibt es deutliche Unterschiede. Die konkrete Bezeichnung muss auf dem Etikett vermerkt sein.

  • Natürliches Mineralwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, die sich auf dem Weg durch die Gesteinsschichten der Erde mit verschiedensten Mineralien und Spurenelementen angereichert haben. Das Wasser muss direkt­ am Quellort abgefüllt werden, ohne dass seine Bestandteile verändert werden dürfen. Einzig erlaubte Än­derungen bestehen im Versetzen mit Kohlen­säure und im Entzug von Schwefel­ und Eisen.
  • Quellwasser stammt ebenfalls aus unterirdischen Wasservorkommen und muss direkt am Quellort abgefüllt werden. Es bedarf aber keiner amtlichen Anerkennung, sondern muss lediglich den Trinkwasser­kriterien entsprechen. Der Mineralstoffgehalt muss – anders als bei Mineral­wasser – nicht konstant sein.
  • Tafelwasser wird industriell pro­duziert und aus verschiedenen Wasser­arten gemischt. Es handelt sich deshalb um Leitungswasser oder Mineral­wasser, dem verschiedene Zutaten wie Meerwasser, Sole, Mineralstoffe und Kohlensäure zu­gegeben werden. Es kann überall hergestellt und abgefüllt werden. Im Gegensatz zu Mineral­wasser muss Tafelwasser in einem Lokal nicht in der Original­flasche serviert werden.
  • Heilwasser ist eine besondere Art von Mineralwasser, gilt aber nicht als Lebensmittel. Rechtlich wird es als (Funktions-) Arzneimittel eingestuft, ist aber von der Apothekenpflicht aus­geschlossen, und muss durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Me­dizinprodukte zugelassen sein. Durch den relativ hohen enthaltenen Mineralstoffgehalt besitzt Heil­wasser eine vorbeu­gende oder heilende Wirkung, etwa Calcium zur Osteo­porosetherapie. Heilwasser wird aus qualitativen Gründen nur in Glasflaschen abgefüllt.


Trinken vor dem Durst

An der Frage, wie viel Wasser pro Tag der Körper benötigt, scheiden sich seit jeher die Geister. 1,5 Liter pro Tag geben heute seriöse Quellen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als Richtwert an. Und: Ein gesunder Organismus verkraftet auch viel mehr an Flüssig­keitsmenge, bedeutend weniger sollte es allerdings nicht sein, um lebens­wichtige Stoffwechselprozesse am Laufen halten zu können.




Foto: iStock/karandaev


Unser Körper besteht altersabhängig zu circa 70 Prozent aus Wasser, unser­ Gehirn sogar zu rund 80 Prozent. Durch Ausscheidungen, auch per Atmung­ und Haut, gehen bei einem erwach­senen Menschen pro Tag rund 2,5 Liter verloren – eine Menge, die wieder ersetzt werden muss. Davon übernehmen rund 1,5 bis 2 Liter die Getränke, und den Rest nehmen wir in der Regel auto­matisch über feste Nahrung zu uns. Auch sie enthält große Mengen Flüssigkeit: So besteht beispielsweise eine Gurke zu 97 Prozent, Fleisch zu über 70 Prozent aus Wasser.

Innerhalb von 15 bis 16 Tagen wird das gesamte Körperwasser erneuert. Deshalb muss in dieser Zeitspanne auch eine ausreichende Menge Flüssig­keit aufgenommen werden. Im Gegensatz zu den meisten Säuge­tieren gleicht der Mensch sein Wasserdefizit nicht vollständig aus. Er hört auf zu trinken, bevor er die gesamte aus­geschiedene Flüssigkeitsmenge wieder aufgenommen hat. Um einem Flüssigkeitsdefizit vorzubeugen, ist es wichtig, richtig zu trinken. Das beste Beispiel dafür liefern Neugeborene. Ihre Flüssig­keitsaufnahme erfolgt im Zwei- bis Drei-Stunden-Takt. Und dieser­ von der Natur vorgegebene Rhythmus sollte auch in späteren Jahren­ beibehalten werden.

Ab und an schwappen neue Wasser­sorten vor allem aus den USA zu uns herüber­. War es erst sauerstoffange­reichertes Wasser, das der Gesundheit dienen sollte, soll es nun seit einiger Zeit »Alkaline Water« richten – ein basisches Wasser, bei dem der pH-Wert von 7 auf 8 bis 9,5 erhöht wurde. Es soll, so verspricht es die Werbung, vor freien Radika­len schützen, den Stoffwechsel ankurbeln und den Säure-Basen-Haushalt ins Lot bringen. Eine Wirksamkeit zur Vermeidung von angeblich über­säuerungsbedingten Krankheiten ist aller­dings bislang nicht nachgewiesen. Das Konzept der basischen Ernährung ist in der Wissenschaft ohnehin umstritten­.




Wasser von den Fidschi-Inseln soll gesund sein und gut schmecken. Ob das den Transportweg von rund 16 000 km aus der Südsee nach Europa recht­fertigt?

Foto: dpa


Die Verbraucherzentrale Bayern­ hält eine basische Ernährung und ent­sprechende Nahrungser­gänzungsmittel für überflüssig. Und auch die Deutsche Gesellschaft für Ernähr­ung sieht keine nachweisbaren gesundheitlichen Vor­teile im Basen­fasten. Zudem ist basisches Wasser – wenn man nicht »Aktivwasser-Konzentrate« aus der Flasche nutzt – zum Selbstmachen mit Hilfe elektronisch betriebener Wasser­ioni­sierer mit mehreren hundert Euro erst einmal recht teuer.

Der neueste Trink-Trend kommt aus dem Silicon Valley. Ein dort ansässiges Start-up-Unternehmen verkauft selbst ernanntes Raw Water, also rohes Wasser­, für 13 Dollar den Liter in Glas­kugeln. Innerhalb kürzester Zeit avancierte Raw Water zum Trendprodukt, wie die New York Times berichtete, und in den Supermarktregalen San Franciscos ist es oft vergriffen. Das Unter­nehmen bewirbt­ sein Wasser nicht etwa als besonders sauber, sondern als ursprünglich und unbehandelt. Gezapft wird es an der Opalquelle im Bundes­staat Oregon­ und ungefiltert abgefüllt. Lagert­ man es nicht kühl und dunkel, verfärbt es sich grün. Ein Beweis für die Frische des Wassers, wie es heißt.

Rohes Wasser

Die Firma behauptet, krankmachende Keime könnten nicht in die Behälter gelangen, das Quellwasser enthalte aber »Mikroorganismen und probio­tische Bakterien«, die dem Wasser »heilsame Fähigkeiten« verleihen würden­. »Lebendiges Quellwasser ist der Schlüssel­, um eine perfekte Balance des Mikrobioms zu erreichen«, so die Werbung auf der Website. »Es ver­bessert die Gehirnfunktion und macht schön.« Im Gegensatz zum gefilterten »toten« Leitungswasser, das mit Chemi­kalien keimfrei gemacht wird. Die Wunderwirkung ist natürlich wissen­schaftlich nicht belegt­ und Experten warnen vor gesundheitlichen Konsequenzen aufgrund des mög­lichen und unkontrollierten mikro­biologischen Wachstums.

Dr. Ingrid Chorus, Leiterin der Abteilung für Trink- und Badebeckenwasserhygiene des Umweltbundes­amtes, hält die Begriffe »tot« und »lebendig­« wissenschaftlich gesehen für unzutreffend. »Wasser ist kein Lebewesen, sondern ein Stoff.« Was die Reinheit von Quellwasser betrifft, könne­ man es unbe­sorgt trinken, solange es aus einer klaren, frischen Quelle­ sprudelt. »Es sollte darüber aber keine Landwirtschaft oder Viehzucht betrieben werden­. Zudem sollte ein sandiger, gut filternder Boden vor­handen sein und kein Kluft­gestein, durch das Wasser ungefiltert rauscht.«




Hervorragende Qualität, aber mitunter unterschätzt: Leitungswasser ist das am besten ­kontrollierte Lebens­mittel Deutschlands.

Foto: Shutterstock/Gyvafoto


Hygienisch einwandfrei

Chorus spricht im Gespräch mit PTA-Forum die Güte des Trinkwassers in Deutschland und die Diskussion um hohe Nitrat-Konzentrationen an. Leitungs­wasser wird hierzulande permanent überprüft. Gemäß der Trinkwasserverordnung müssen Schwer­metalle, Pestizide und andere Umweltschadstoffe innerhalb bestimmter Grenzwerte liegen, und das macht es zum am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. »Das Trink­wasser aus großen zentralen Wasserversorgungsanlagen in Deutschland besitzt durchweg sehr gute Qualität. Mehr als 99 Prozent der Messwerte für die meisten mikrobiologischen, chemischen und physikalischen Parameter genügen den Güteanforderungen der Trinkwasserverordnung oder über­treffen sie deutlich«, sagt Chorus.

Der am häufigsten im Trinkwasser vorkommende Umweltschadstoff ist Nitrat, eine Substanz, die im Körper in giftiges Nitrit umgewandelt wird. Gleichzeitig ist es aber auch der wichtig­ste Stickstofflieferant für Pflanzen­ und in fast allen Dünge­mitteln enthalten. Daher tritt Nitrat ab und an in zu hohen Konzentrationen im Grundwasser auf. »Nitrat ist ein regionales Problem, vor allem in Gebieten mit intensiver Landwirtschaft und Massentierhaltung. Hier haben die Wasserversorger tatsächlich Probleme. Diesem kommen sie aber bei, indem sie das Trinkwasser etwa mit unbe­lastetem Rohwasser mischen, um die Grenzwerte einhalten zu können. Verbleibende Spuren sind unbedenklich. Allerdings ist das mit höheren Kosten für den Verbraucher verbunden«, erklärt die Expertin. Angst vor hohen Nitrat­-Konzentrationen im Trinkwasser müsse niemand haben.




Von der Quelle zum Verbraucher: Wasserflaschen in einer Abfüllanlage

Foto: iStock/­AleksandarGeorgiev


Auch was andere potenziell schäd­liche Stoffe wie die Schwermetalle Blei, Kupfer, Cadmium oder Nickel betrifft, sind in der Trinkwasserverordnung feste Grenzwerte vorgeschrieben. »Überschreitungen sind absolute Einzel­fälle«, berichtet Chorus. Bedenklich kann es ab der eigenen Haustüre werden, wo die Verantwortung der Stadtwerke endet­. Sind die Rohrleitungen in Altbauten­ veraltet, kann Wasser, das aus dem Hahn kommt, trotzdem verunreinigt sein. »Leider gibt es noch immer­ Häuser, in denen alte Bleirohre nicht ausgetauscht wurden.«

Wird dann der Blei-Grenzwert überschritten, kann das Gesundheitsamt den Vermieter verpflichten, die Rohre auszutauschen. Wer sich unsicher ist, ob in seinem Haus alte Rohre liegen, kann eine Wasserprobe nehmen und diese zur Analyse in ein Labor schicken. Einige Apotheken lassen Trinkwasseranalysen auf Schwermetalle oder verschiedenste Bakterien wie Legionellen durchführen.

Mineralien und Schadstoffe

Bezüglich des Mineralstoffgehalts hat Leitungswasser ein eher schlechtes Image. Zwar unterscheidet sich seine Konzentration von Standort zu Standort. Chorus: »Prinzipiell besteht Leitungs­wasser etwa zu zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser, das Seen oder Talsperren entnommen wird. Ober­flächenwasser hat meist weniger Mineral­ien, weil viel Regenwasser dabei­ ist.« Das Mischungsverhältnis entscheidet also über den Mineralgehalt.

Aber auch nicht jedes natürliche Mineral­wasser ist mineralstoffreich – wie es die Bezeichnung zu suggerieren vermag. So weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass bei ihren letzten Unter­suchungen zwei Drittel der getes­teten Mineralwässer sogar als mineralstoffarm eingestuft wurden. Der Mineralstoffbedarf ist ohnehin nicht allein mit Wasser aus der Leitung oder der Flasche zu decken. Beispiel Magnesium: Um den Tagesbedarf an Magnesium allein über Leitungswasser zu bedienen­, müssten wir täglich rund 25 Liter davon trinken. Der komplette Bedarf lässt sich nur mit fester Nahrung erfüllen.




Foto: Shutterstock/alenkadr



Plastikflasche in der Kritik

Trotz seiner Beliebtheit beim Verbraucher ist Mineralwasser aus der Plastik­flasche derzeit in die Kritik geraten: So ist die Wirkung von Plastik und möglichen darin enthaltenen Schadstoffen auf den Menschen umstritten. Eine Forschergruppe des Instituts für Ökologie, Evolution und Diversität der Universität Frankfurt am Main konnte in verschiedenen vom Umweltbundesamt geförderten Projekten nachweisen, dass sich in vielen Mineralwässern estrogen und anti­estrogen wirksame Substanzen befinden. Dabei lag die hormonelle Be­lastung des Wassers aus Kunststoff­flaschen wie PET (Polyethylenterephthalat) etwa doppelt so hoch wie im Wasser aus Glasflaschen. Ob die Stoffe in der vorliegenden Konzentration für Menschen gesundheitsschädlich sind, ist noch nicht gänzlich erforscht. Das Bundes­institut für Risikobewertung (BfR) sieht weiteren Forschungsbedarf, um »ein mögliches gesundheitliches Risiko­ von Mineralwasser abschätzen zu können« und will systematische Stufenkontrollen durchführen.


Noch mehr Plastik

Mikroplastik belastet mittlerweile nicht nur die Weltmeere, sondern auch unser Mineralwasser, haben Unter­suchungen eines Forscherteams aus Münster Anfang des Jahres ergeben. Dazu hat das Chemische und Veteri­näruntersuchungsamt Münster­land-Emscher-Lippe 38 Mineralwässer mit einer hochauflösenden Mikro­spektroskopie genauer unter die Lupe ge­nommen: 22 Wasser aus Mehrweg- und Einwegflaschen aus PET, drei Getränke­kartons und neun Glas­flaschen. In allen getesteten Mineralwässern wurde »kleines« (50 bis 500 µm) und »sehr kleines« (1 bis 50 µm) Mikroplastik gefunden.

Den höchsten Gehalt an Mikro­plastik wiesen dabei PET-Mehrweg­flaschen auf, er war um ein Vielfaches höher als bei Einwegflaschen. Das Mikro­plastik in Wasser aus Getränkekartons er­klären die Forscher damit, dass der Pappkarton von innen mit Polyethylen­folie beschichtet ist, und auch die Deckel bestehen aus Plastik. Überrascht äußerte sich das Forscherteam vom hohen Mikroplastikgehalt einiger Glasflaschen, wobei es hier Schwankungen zwischen den verschiedenen Flaschen gab. Man müsse untersuchen, ob die Plastikpartikel während des Her­stellungsprozesses ins Wasser gelangt sind, schreibt das Amt.


Die Daten deuten darauf hin, dass zumindest einige der gefundenen Substan­zen aus dem Plastikmaterial auslaugen, unabhängig davon, ob es sich um dünnwandige Einweg­flaschen oder dickeres Mehrwegmaterial handelte. Bei der Untersuchung der Plastik­flaschen als möglichen Übeltäter erschwert­ derzeit die Unübersicht­lichkeit an Kunststoffen und Additiven auf dem Markt die Arbeit­ der Frank­furter Forscher. Unklar ist, welche­ Stoffe aus welcher Verpackung austreten. Denn jeder Her­steller arbeitet mit anderen (unterschiedlich aufge­reinigten) Rohmater­ialien, um den Kunststoff zu gewinnen.

Das Auslaugen von Chemikalien ist zeitabhängig. Je länger sich also eine Flüssigkeit in der Kunststoffver­packung befindet, desto mehr geht­ ins Lebensmittel über. Auch die Temperatur ist für diesen Prozess förder­lich – erkennbar am chemischen Geschmack des Wassers, wenn Plastikflaschen länger­ in der Sonne gelegen haben. Verantwortlich dafür ist das aus dem Plastik austretende Acetaldehyd. Die durch die Hitze austretende Menge soll laut BfR unbedenklich sein. Der Übergang von Acetaldehyd ins Wasser wäre übrigens vermeid­bar, wenn Hersteller Stoffe verwenden würden, die Acetaldehyd im PET binden, erklärt­ das BfR – oder man greift vorsorglich gleich zum Wasser aus der Glasflasche oder dem Hahn. Das empfeh­len etwa die Frankfurter Forscher. Und auch Chorus sagt: »Unser Leitungs­wasser hat eine sehr hohe Qualität, die durch gesetzlich ver­bindliche Schadstoffgrenzwerte ge­sichert ist. Diese existieren für Mineral­wässer nicht.« /


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Wasser in der Rezeptur: Saubere Sache

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Beitrag erschienen in Ausgabe 14/2018

 

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