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Leberstiftung warnt vor Giftpilzen


Pilzexperten prophezeien, dass die Herbstpilze nach dem trockenen Sommer zwischen September und November noch gute Wachstumschancen haben. Die Deutsche Leber­stiftung rät aber zur Vorsicht beim Pilzesammeln, denn giftige Pilze unterscheiden sich optisch häufig kaum von essbaren Varianten.

 

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»Im schlimmsten Fall kommt es nach dem Verzehr von Giftpilzen zu einem Organversagen. Wenn die Toxine aus dem Magen- und Darmtrakt aufgenommen sind und über die Blutbahn in die Leber kommen, kann das zu einem­ Leberversagen führen«, warnt Professor Dr. Michael­ P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.




Illustration: Anuta Berg


Einer der giftigsten Pilze in Deutschland ist der Knollenblätterpilz. Wenn er verzehrt wurde, treten erst nach etwa 6 bis 24 Stunden Beschwerden auf, oft kommt es zu schweren choleraartigen Durchfällen und Erbrechen. Die giftigen Amatoxine haben sich dann bereits im ganzen Körper verteilt und beginnen, die Leber zu schädigen.

»Besteht der Verdacht einer Pilzvergiftung, sollte der Notarzt gerufen werden. Zum Nachweis des Pilzgiftes und zur leichteren Diagnose sollten die Pilzreste und das Erbrochene aufgehoben werden«, rät Manns. Er appelliert an alle Sammler, gefundene Pilze nur zu essen, wenn sie sich nach langjähriger Erfahrung und mit fundiertem Wissen absolut sicher sind, dass es sich um essbare Pilze handelt. Unerfahrene Pilzsammler sollten vor dem Verzehr einen Pilzsachverständigen zu Rate ziehen. (va)



Beitrag erschienen in Ausgabe 18/2018

 

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