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Forscher entdecken Ursache der Narkolepsie


Wissenschaftler haben erstmals nachgewiesen, dass die Schlafkrankheit Narkolepsie eine Autoimmunerkrankung ist.

 

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 In der Fachzeitschrift »Nature« berichtet ein inter­nationales Forscherteam um Dr. Daniela Latorre von der Università­ della Svizzera italiana in Bellinzona in der Schweiz, dass autoreaktive T-Zellen für die ungewollten Schlafattacken verantwortlich sind.




Illustration: Shutterstock/MaryValery


Die Narkolepsie ist eine seltene, chronische Erkrankung. Die Betroffenen schlafen zum Teil plötzlich ein, und ihre Haltemuskulatur erschlafft. Verursacht wird die Krankheit durch den Verlust von Neuronen, die im Gehirn das Protein­ Hypocretin produzieren. Dieses Protein reguliert das Schlaf- und Wach- und das Ernährungsverhalten sowie Emotionen.

Wissenschaftler vermuteten schon länger, dass eine autoimmune Reaktion für den Verlust der Hypo­cretin-produzierenden Nervenzellen verantwortlich ist. Die aktuellen Untersuchungen konnten erstmals zeigen, dass T-Zellen mit Hypocretin und einem anderen Protein, das in den Hypocretin-Neuronen produziert wird, reagieren und Entzündungen hervorrufen. Die Nerven­zellen gehen dadurch zugrunde.

Die Erkenntnisse eröffneten neue Möglichkeiten für eine frühe Diagnose und die Behandlung der stark einschränkenden Krankheit, heißt es in einer Presse­mitteilung der Universität Bern. »Wenn wir autoreaktive T-Zellen in frühen Stadien blockieren, können wir mög­licherweise den neuronalen Verlust begrenzen und das Fortschreiten der Krankheit verhindern«, so Professor Federica­ Sallusto vom Institut für Forschung in Biome­dizin in Bellinzona. (cw)



Beitrag erschienen in Ausgabe 20/2018

 

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