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Milch-Schleim-Mythos entlarvt


Seit mehreren hundert Jahren hält sich bereits der Mythos­, dass Milch die Schleimproduktion anregt und sich dadurch negativ auf Atemwegserkrankungen wie Asthma, Mukoviszidose oder auch grippale Infekte auswirkt. Doch mit diesem lang gehegten Gerücht räumt nun der britische Pulmo­loge Dr. Ian Balfour-Lynn vom London’s Royal Brompton Hospital auf. 

 

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Es gebe aktuell keine Beweise, dass Milch die Atemwege verschleimt. Dazu hat er sämtliche Literatur, die es zu diesem Thema gibt, analysiert und im September in Archives of Disease in Childhood veröffentlicht. 




Foto: Shutterstock/Eugene Partyzan


Die Theorie, Milch würde überschüssigen Schleim erzeugen, während Hühner­suppe ihn reduziert, stamme aus dem Jahr 1204.

»Während die Konsistenz von Milch tatsächlich dazu führen kann, dass sich der Schleim zäher anfühlt und schwerer zu schlucken ist, gibt es keinen Beweis, dass Milch zu vermehrter Schleimbildung führt«, so Balfour-Lynn. Dass sich Schleim zäher anfühlt, liege lediglich daran­, dass Milch dickflüssiger ist als Wasser – und sich damit Reste im Mund ablagern, die den Speichel kurz­zeitig quellen lassen können. Außerdem kann Milch bereits­ vorhandenen Schleim auf diese Weise verdicken – aber nicht zu noch mehr Schleim führen, stellt der Lungen­facharzt klar. (ew)



Beitrag erschienen in Ausgabe 22/2018

 

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