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POLITIK UND BERUF

Securpharm

Gut aufgestellt für Tag X


Von Cornelia Dölger / Drei Monate vor dem verbindlichen Start der EU-Richtlinie zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen sieht die Initiative Securpharm alle beteiligten Akteure in Deutschland gut aufgestellt. Das betonte Securpharm-Vorstandssprecher Reinhard Hoferichter auf Nachfrage der Pharmazeutischen Zeitung.

 

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»Unser Eindruck ist, dass die Apotheker für den Start gut gerüstet sind«, betonte Hoferichter und widersprach damit Medienberichten, wonach es sowohl bei Apothekern als auch bei Pharmaunternehmen oder -großhändlern mit der verpflichtenden Anbindung an das Schutzsystem hapere. Das »Hamburger Abendblatt« hatte berichtet, die EU-Fälschungsrichtlinie könne zu Engpässen in Apotheken führen.




Original oder Fälschung? Ab 2019 soll das Scannen eines Codes auf der Packung Gewissheit bringen.

Foto: iStock/PeopleImages


Hoferichter teilt diese Sorge nicht. »Das Securpharm-System wird bereit sein, um die ab dem 9. Februar 2019 nach und nach in Verkehr kommenden Packungen mit den neuen Sicherheitsmerkmalen bei der Abgabe auf ihre Echtheit zu überprüfen«, kündigte er an. Über Lieferengpässe sei bisher nichts bekannt.

Securpharm zufolge sind bis dato 16 160 von rund 19 500 öffentlichen Apotheken in Deutschland für das sogenannte N-Ident-Verfahren bei der Netzgesellschaft Deutscher Apotheker (NGDA) registriert. Das sind 84 Prozent. In etwa gleich hoch ist die Quote bei Krankenhausapotheken. Dort sind 328 von rund 400 bereits registriert, ein Wert von 82 Prozent.

Noch besser sieht es laut der Initiative bei den Pharmaunternehmen aus. Sie werden technisch über den Anbieter ACS Pharmaprotect an die Datenbank angebunden. Demnach sind inzwischen 327 von geschätzten 350 dort unter Vertrag, das sind rund 94 Prozent. Die Zahl bestätigte auch Holger Wannenwetsch vom Bundesverband der Arzneimittelhersteller auf Nachfrage der PZ. »Ich denke, damit können wir sehr zufrieden sein«, sagte er.

Durch das Zwei-Server-System ist Hoferichter zufolge der Datenschutz gewährleistet, da Apotheker auf der einen und die Industrie auf der anderen Seite Herr über ihre Daten blieben. Anders als zuvor in einem Medienbericht dargestellt, erhebe das Securpharm-System allein solche Daten, die für die Echtheitsprüfung relevant seien. In dem Bericht war Hoferichter mit der Aussage, der Apothekenkunde könne durch Securpharm per Scan nachprüfen, wo und wann sein Medikament hergestellt worden sei, falsch zitiert worden. Dies könnten weder der Kunde noch der Apotheker, stellte Hoferichter nun klar. /



Beitrag erschienen in Ausgabe 23/2018

 

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