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ARZNEIMITTELTHERAPIE

Arzneipflanzenporträt

Thymian


Echter Thymian beziehungsweise Spanischer Thymian Thymus vulgaris beziehungsweise Thymus zygis Familie der Lippenblütler (Lamiaceae)

 

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Merkmale

  • bis zu 30 cm hoher Zwergstrauch
  • sehr kleine, unterseitig stark behaarte Blätter mit nach unten eingerolltem Blattrand
  • rosaviolette (Echter Thymian) beziehungsweise weiße Blüten (Spanischer Thymian)
  • angeordnet in ähren- oder köpfchen- förmig Quirlen
  • Blütezeit Juni bis September

Heimat

  • Mittelmeergebiet
  • Die Droge stammt hauptsächlich aus Deutschland.




Foto: Okapia/Thomas Kroeger


Arzneilich verwendete Pflanzenteile

  • getrocknetes Kraut (Thymi herba)
  • Thymianöl (Thymi aetheroleum aetheroleum)

Inhaltsstoffe

  • ätherisches Öl (unter anderem Thymol, p-Cymen, γ-Terpinen, Monoterpenen)
  • Lamiaceen-Gerbstoffe
  • Flavonoide

Anerkannte medizinische Anwendung

Thymiankraut:

  • innerlich bei Bronchitis, Keuchhusten und Katarrhen der oberen Luftwege (ESCOP, Kommission E)
  • äußerlich bei Entzündungen der Mundschleimhaut und gegen Mundgeruch (ESCOP)

Empfohlene Dosierung

  • Teeaufguss: mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Thymiantee warm trinken
  • Thymianfluidextrakt: 1- bis 3-mal täglich 1 bis 2 g Fluidextrakt

Nebenwirkungen

  • sehr selten Überempfindlichkeits­reaktionen, zum Beispiel Luftnot, ­Hautreaktionen und Schwellungen

Wechselwirkungen

  • keine bekannt

Kontraindikationen

Thymianöl:

  • nicht bei Säuglingen und Kleinkindern bis zu zwei Jahren anwenden wegen möglichem Glottiskrampf oder Atemstillstand

Abgabehinweis

Thymianöl:

  • nicht auf Schleimhäute oder verletzte Haut auftragen
  • nicht im Bereich der Augen anwenden

Zubereitung

1,5 bis 2 g Thymian mit 150 ml heißem Wasser übergießen (nicht kochen!), 10 Minuten ziehen lassen und abseihen

Vielseitig in der Küche

Thymian ist ein Klassiker unter den mediterranen Gewürzen. Bittersüß und zugleich würzig passt er gut zu Lamm, Geflügel, Rind, Fisch, Meeresfrüchten und Ziegenkäse. Sehr gut verträgt er sich mit Tomaten, Zucchini, Auberginen, Oliven und Kartoffeln – in Schmorgerichten gerne auch in Verbindung mit Knoblauch.

Weniger bekannt ist die interessante Wirkung von Thymian in Kombination mit frischen Früchten. Neben Orange und Zitrone passen auch Äpfel, Pfirsiche und Feigen hervorragend zu Thymian. Sie bekommen in der Kombination mit dem Kraut eine ganz neue Note.

Angefangen von Apfel-Thymian-Speck-Pfann­kuchen über Blaubeer-Thymian-Marmelade bis zu Zitronen-Thymian- Tarte – wer Thymian gerne mag, findet in einschlägigen Rezept- Portalen zahlreiche Anregungen. Einfach ausprobieren!




Foto: Okapia/Lade/Lange



Beispiele für Monopräparate

Aspecton® Hustentropfen, Bronchipret® Saft TE

GeloBronchial® Saft, Melorosum® Hustensirup

Pertussin® Sirup, Soledum® Hustensaft Thymian LI-IL Erkältungs-Arzneibad , Tussamag® Hustensaft

Beispiele für Kombipräparate

Bronchicum® Elixir, Bronchicum® Tropfen



Beitrag erschienen in Ausgabe 23/2018

 

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