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EDITORIAL

Genug gequalmt


Kaum eine Sucht ist so anerkannt gesundheitsschädlich und gleichzeitig so schwer zu bekämpfen wie die Nikotin-Abhängigkeit. In diesem Schwerpunktheft zum Thema Husten kommt die Sprache deshalb immer wieder auf das Rauchen. Es ist der stärkste Trigger für COPD, die chronisch ­obs­truktive Lungenkrankheit. Bis 2020 könnte es die Erkrankung Prognosen zufolge weltweit auf Platz drei der häufigsten Todesursachen schaffen.

Wer raucht, schädigt seinen Körper auf vielen Ebenen. Sogar in den Genen hinterlässt der blaue Dunst Spuren. So ist bei Rauchern das Gen für den G-Protein-gekoppelten Rezeptor 15 wesentlich aktiver als bei Nicht­rauchern. Der Rezeptor ist an Entzündungsprozessen im Körper beteiligt.

Damit nicht genug, übertreffen die negativen Wirkungen des Rauchens sogar diejenigen von Übergewicht, das zeigt eine erst jüngst im »New England Journal of Medicine« publizierte Studie. So lag bei Ex-Rauchern unabhängig von der Gewichtszunahme infolge des Nikotinentzugs das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, deutlich niedriger als bei Studienteilnehmern, die weiterhin rauchten und schlanker blieben. Auch das allgemeine Sterberisiko sank trotz der Gewichtszunahme durch den Rauchverzicht.

Es lohnt sich also, Menschen von den Vorteilen des Nicht-Rauchens zu überzeugen. Bessere Chancen für die Verhaltensänderung scheinen laut einer Untersuchung der Wissenschaftlerin Hengchen Dai, Washington-University in St. Louis, USA, diejenigen zu haben, die mit ihrem Vorhaben an einem prägnanten Datum starten, etwa mit dem Tag des Frühlings­beginns am 20. März.

Isabel Weinert
Apothekerin



Beitrag erschienen in Ausgabe 23/2018

 

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