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Pille: Suizid als Nebenwirkung


Manche Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie die Antibabypille einnehmen, erkranken an Depressionen. Diese können so schwerwiegend sein, dass sie zu Selbstmord­gedanken führen. 

 

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Die Warnhinweise in den Beipackzetteln sollen deshalb erweitert werden, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) berichtet. In Beipackzetteln der Antibabypille soll künftig auch explizit auf das Risiko von Suizidgedanken als Folge einer Depression hingewiesen werden. 




Foto: Shutterstock/ NUM LPPHOTO


Hintergrund der Änderung ist eine dänische Studie, die einen Zusammenhang zwischen der Einnahme der Pille und Suizid vor allem bei jungen Frauen festgestellt hat. Darauf folgte ein sogenanntes Signal­verfahren, das die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) gerade abgeschlossen hat. Zwar konnte kein eindeutiger Zusammenhang festgestellt werden. Da Suizidgedanken jedoch als Folge einer Depression auftreten können und diese als Nebenwirkung hormoneller Verhütungsmittel bekannt ist, soll ein neuer Warnhinweis in die Gebrauchsinformationen der Antibabypille aufgenommen werden. Treten bei Patienten Stimmungsschwankungen, depressive Symptome oder Selbstmordgedanken auf, sollten sie sich so rasch wie möglich von ihrem Arzt beraten lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob mit der Einnahme der Pille gerade erst begonnen wurde oder diese schon lange eingenommen wird. Nebenwirkungen können auch nach Jahren noch auftreten, auch wenn ein Medikament immer gut vertragen wurde. (nk)



Beitrag erschienen in Ausgabe 23/2018

 

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