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MEDIZIN UND ERNÄHRUNG

Intervallfasten: Kein Vorteil bei der Gewichtsabnahme


Von Verena Arzbach / Intervallfasten gilt derzeit als die erfolgversprechendste Methode unter den Diäten. Das stunden- oder tageweise Fasten soll nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern sich auch positiv auf die Stoffwechselgesundheit auswirken.

 

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Eine Studie aber hat nun gezeigt, dass die Trend-Diät nicht besser als andere Abnehm­-Methoden die Pfunde purzeln lässt. Das berichtet ein internationales Forscherteam um Ruth Schübel vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg im »American Journal of Clinical Nutrition«.




Foto: Shutterstock/Oleksandra Naumenko


Die Wissenschaftler nahmen 150 übergewichtige und fettleibige Menschen zwischen 35 und 65 Jahren in ihre Studie auf und teilten sie nach dem Zufallsprinzip in eine von drei Gruppen ein. Die Teilnehmer der ersten Gruppe fasteten nach der 5:2-Methode, das heißt sie aßen an fünf Tagen in der Woche normal und nahmen an den anderen zwei Tagen nicht mehr als 500 Kalorien zu sich. Ihre wöchentlich aufgenommene Energie verringerten sie so um 20 Prozent. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe­ nahmen täglich 20 Prozent weniger­ Energie auf, ganz ohne Fasten­vorgaben. Die übrigen Studienteil­nehmer aßen wie immer. Insgesamt wurden die Teilnehmer 50 Wochen lang beobachtet, und die Wissenschaftler erhoben Daten zu Gewicht und Gesundheitszustand.

Zwischen den beiden Diät-Varianten konnten die Forscher schließlich keine erheblichen Unterschiede beim Gewichtsverlust feststellen. Auch der Stoffwechsel der Diät-Gruppen hatte sich ähnlich verändert: »Bei den Proban­den beider Gruppen verringerte sich mit dem Körpergewicht das viszerale Fett, also das ungesunde Bauchfett, ebenso die Fettablagerungen in der Leber«, erläutert Schübel. Allein im Hinblick auf die Glucose-Werte gab es Unterschiede zwischen den beiden Diät­-Gruppen: Nach zwölf Wochen hatten die Teilnehmer, die täglich ­weniger gegessen hatten, einen ­wesentlich geringeren Blutzucker­spiegel.

Beim Abnehmen komme es wohl nicht so sehr auf die Art der Diät an, sondern in erster Linie darauf, sich für eine zu entscheiden und diese dann auch durchzuhalten, folgern die ­Wissenschaftler. Es scheine so zu sein, »dass es einigen Menschen leichter fällt, an zwei Tagen sehr diszipliniert zu sein, statt jeden Tag Kalorien zu zählen und sich einzuschränken«, so Studienleiter Tilman Kühn. /



Beitrag erschienen in Ausgabe 24/2018

 

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