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POLITIK UND BERUF

PTA in Europa

Austausch in Schottland


Von Sigrid Joachimsthaler und Jutta Brielich / Die Vertreter der europäischen PTA-Gewerkschaften, European Association of Pharmacy Technicians (EAPT), trafen sich 2018 im schottischen Glasgow. Jutta Brielich, die schon seit vielen Jahren für Adexa die Kontakte zum EAPT hält und pflegt, berichtet.

 

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Am Meeting in Glasgow nahmen PTA aus Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Irland, Kroatien, Norwegen, Portugal, Schweden und Slowenien teil – und für Deutschland wie in den Vorjahren Ingrid Heberle, Leiterin der ­Adexa-Berufsgruppe PTA, und ich. Den EAPT-Mitgliedsorganisationen aus Ungarn und Serbien fehlen leider derzeit die finanziellen Mittel für diese Reisen.




Beim EAPT-Treffen tauschten sich PTA verschiedener europäischer Länder aus.

Foto: EAPT



An den zwei Tagen konnten wir eine Menge diskutieren und beschließen. Außerdem gab es Berichte der europäischen PTA-Kolleginnen und Kollegen zur Situation in den Apotheken ihrer Länder. So wurde es wieder ein sehr arbeits- und erfolgreiches Jahrestreffen.

Die auf der EAPT-Webseite veröffentlichten Umfragen zu den nationalen Arbeits- und Ausbildungsbedingungen wurden besprochen und eine neue Umfrage gestartet. Wenn Sie Interesse haben, folgen Sie uns auf Facebook oder schauen Sie auf unserer Webseite unter www.EAPT.info vorbei.

Interessant waren die Ausführungen zu elektronischen Rezepten, die unter anderem in Portugal üblich sind. Auch das Thema »Impfen in der Apotheke« stand auf der Tagesordnung. Die Kolleginnen aus Dänemark und Norwegen berichteten, wie es vor Ort gehandhabt wird, dass die Bevölkerung diese Apothekenleistung sehr gut annimmt und bisher keine Probleme diesbezüglich aufgetreten sind. In Dänemark und Schweden herrscht – ebenso wie in Deutschland – Personalmangel. Dagegen arbeiten in Slowenien sehr viele Apothekerinnen und Apotheker frisch von der Universität zu unter­tariflichen Bedingungen und ­machen dadurch den PTA die Jobs ­streitig.




Autorin und PTA Jutta Brielich (links) sowie die Vertreterin für Deutschland, Ingrid Heberle, nahmen am Meeting in Glasgow teil.

Foto: EAPT


Ein großes Thema für England und Irland ist natürlich der Brexit und wie es danach weitergehen wird. In vielen Bereichen herrscht Personalmangel, da kaum noch jemand nach England zum Arbeiten zieht. Die Krankenhäuser spüren das Problem schon deutlich.

In Irland horten Patienten mittlerweile Arzneimittel, besonders Insulin. Sie haben Angst, nach dem Brexit nicht mehr ausreichend versorgt zu werden, weil die meisten Insuline für die irischen Patienten aus England kommen.

Am letzten Tag unseres Glasgow-Aufenthaltes fand das internationale FIP-Symposium für PTA statt, das wir besuchten und von dem wir sehr viele Anregungen mitnehmen konnten. /



Beitrag erschienen in Ausgabe 01/2019

 

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