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5-Punkte-Programm für ein herzgesundes Leben


Eine Verhaltensänderung hin zu ­einem gesunden Lebensstil ist in der Lage, den Blutdruck um etwa 10 mmHg zu senken. Zu einer der grundlegenden Aufgaben des Apotheken­teams gehört deshalb, Pa­tien­ten mit erhöhten Blutdruck­werten zur Änderung ihres Lebensstils anzuhalten.

 

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Gewichtsreduktion

Besonders wirkungsvoll lässt sich nach Angaben der Deutschen Herzstiftung der Blutdruck durch eine Gewichts­abnahme senken, und zwar durchschnittlich um 2 mmHg pro Kilogramm weniger. Dreiviertel aller übergewich­tigen Menschen haben einen Blut­hochdruck.




Illustration: Shutterstock/Borodatch


Bewegung

Eine Verringerung der Werte von 5 bis 10 mmHg ist durch regelmäßige körper­liche Aktivität zu schaffen. Nicht alle Sportarten jedoch eignen sich gleich gut, und schon jedes Mehr an Bewegung im Alltag wie Gartenarbeit oder regelmäßige Spaziergänge bringt etwas.

Pro Woche werden mindestens 150 Minuten Bewegung moderater Natur empfohlen, wie flottes Gehen oder Walking, aufgeteilt auf drei Tage mit 50  oder fünf Tage mit 30 Minuten. Patienten, die ihre Aktivität mit einem Schrittzähler messen, sollten auf mindestens 10000 Schritte täglich kommen.

Ernährung

Empfohlen wird eine abwechslungsreiche Kost, die sich an der mediterranen Küche orientiert, das heißt, den Fleischverzehr auf zwei Portionen pro Woche zu beschränken, mehr Fisch, frisches Gemüse und Obst, ungesättigte Fettsäuren (Nüsse, natives Olivenöl) und magere Milchprodukte in den Speiseplan einzubauen.




Illustration: Shutterstock/Nina Puankova


Der durchschnittliche Salzverzehr liegt in Deutschland bei 10 bis 15 Gramm pro Tag. Gelingt es, den Salzkonsum auf weniger als 6 Gramm pro Tag zu begrenzen, lässt sich der Blutdruck bei dafür sensitiven Menschen um durchschnittlich 5 mmHg verringern. Oft kann man mit ausgewählten Gewürzen und frischen Kräutern sogar einen deutlich besseren Geschmack erzielen als mit der großzügigen Verwendung von Salz.

Alkohol in Maßen, Stopp fürs Rauchen

Einen überlegten Umgang mit Alkohol sollten Hypertoniker an den Tag legen. Männern wird empfohlen, pro Tag nicht mehr als 20 g Alkohol zu trinken, was je nach Alkoholgehalt zum Beispiel etwa 250 ml Wein am Tag entsprechen kann. Frauen sollten dagegen nicht mehr als 10 g Alkohol pro Tag trinken, nicht nur wegen des geringeren Körper­gewichtes, sondern auch weil sie den Alkohol langsamer abbauen.

Keine Kompromisse gibt es dagegen beim Rauchen. Dieses sollte unter­bleiben. Ein Rauchstopp senkt zwar nicht den Blutdruck, aber deutlich das kardio­vaskuläre Risiko.




Illustration: Shutterstock/Sararoom Design


Arzneimittel richtig einnehmen

Trotz wirksamer Arzneimittel erreichen viele Hypertoniker ihre Blutdruck­zielwerte nicht. Das kann zu einem guten­ Teil an einer mangelnden Therapieadhärenz liegen, etwa weil die Arznei­ nicht regelmäßig eingenommen wird, Nebenwirkungen während der Einnahme tatsächlich aufgetreten sind oder teilweise von Betroffenen auch nur befürchtet werden. Hier muss das Apothekenteam entschieden gegen­arbeiten. Das Absetzen von Medikamenten darf ebenso wie eine Dosis­reduktion nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Gerade zu Beginn der Therapie fühlen­ sich viele Patienten eher unwohl und schlapp. Der verminderte Druck in den Gefäßen stellt eine Art Gegen­regulation zur zuvor vermehrten Herzarbeit dar. Das bedarf einer Zeit der Anpassung. Hier gilt es, in der Offizin zu motivieren und über die Hintergründe aufzuklären.



Beitrag erschienen in Ausgabe 01/2019

 

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