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BERATUNGSPRAXIS

OTC-Beratungscheck

Baldrianwurzel


Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu einem ausgewählten OTC-Präparat für die Beratung übersichtlich zusammen. Diesmal: Präparate mit Baldrianwurzel.

 

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Arzneistoffgruppe

Hypnotika/Sedativa

Präparate

Monopräparate: zum Beispiel Baldriparan® Stark für die Nacht, Baldrivit®, Euvegal® Balance, Moradorm® Beruhigung, Sedonium®, Baldriantinktur Melival®, Baldriantinktur »Hetterich«.

Baldrianwurzel ist außerdem in vielen Kombipräparaten enthalten.

Indikation

Unruhezustände, nervös bedingte Einschlafstörungen




Foto: GettyImages/Jorg Greuel



Dosierung/Anwendung

  • Da die Präparate unterschiedliche Extrakte enthalten, zur korrekten Dosierung immer jeweilige Packungsbeilage beachten.
  • Die Wirkung der Baldrianwurzel setzt allmählich ein, daher ist sie nicht geeignet zur akuten Behandlung nervöser Anspannung oder Schlafstörungen. Eine kontinuier­liche Anwendung über zwei bis vier Wochen wird empfohlen.

Kontraindikationen/Warnhinweise

  • Nicht bei Kindern unter 12 Jahren
  • Auch bei bestimmungsgemäßer Einnahme kann das Reaktions­vermögen beeinträchtigt sein. Das kann sich auf die Fahrtüchtigkeit, die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen oder auf Arbeiten ohne sicheren Halt auswirken. Das gilt ver­stärkt bei gleichzeitigem Alkohol­konsum.

Nebenwirkungen

Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Bauchkrämpfe (keine Daten zur Häufigkeit)

Wechselwirkungen

Vor gleichzeitiger Einnahme weiterer, besonders synthetischer Beruhi­gungsmittel: Rücksprache mit Arzt/Apotheker

Schwangerschaft/Stillzeit

Keine Hinweise auf teratogene oder fetotoxische Effekte. Die Anwendung in der Schwangerschaft ist akzeptabel, auf nichtalkoholische Zubereitungen achten. Laut www.embryotox.de sind Diphenhydramin und Doxylamin zur kurzfristigen Therapie von Schlaf­störungen in der Schwangerschaft besser erprobte Alternativen.

Nichtalkoholische Zubereitungen sind auch in der Stillzeit akzeptabel.



Beitrag erschienen in Ausgabe 02/2019

 

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