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Gestörte Blutversorgung führt zu Leberversagen


Eine Infektion mit Hepatitis-Viren kann schlimmstenfalls zum Leber­versagen führen. Das Immunsystem versucht die Infektion abzuwehren, indem T-Killerzellen die in­fizierten Leber­zellen angreifen und abtöten.

 

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Dieser Prozess galt bislang als Ursache der starken Leberschädigung bei einer akuten Hepatitis. Wie die Technische Universität München (TUM) berichtete, fanden Forscher nun eine andere­ Erklärung: Nicht der Tod der Leber­zellen, sondern Defekte im Blutgefäß­system sind die Gründe für das Organ­ver­sagen.




Foto: Shutterstock/Jarun Ontakrai


In der Leber gibt es sinusoida­le Leberendothelzellen, kurz LSECs. Sie sind die Verbindung der Leber­zellen zum Blutgefäßsystem und haben zugleich die Fähigkeit, ähnlich wie Immunzellen kleine Teile von Viren auf ihrer Außenseite zu präsentieren. Die Forscher be­obachteten, dass die T-Killer­zellen die LSECs deswegen für infizierte Leberzellen hielten und töteten. Dafür nutzten sie Proteine, die sich in die Zellmembran der LSECs ein­bauen­ und eine Pore bilden. Diese soge­nannten Perforine durchlöchern die Membran und zerstören die LSECs. In der Schlussfolgerung wären Per­forin-Inhibitoren mög­liche Wirkstoffe, um den zerstörerischen Mechanismus bei einer akuten Hepatitis zu stoppen. Ein erster Vertreter dieser Substanzklasse zeigte sich im Tiermodell bereits als wirksam. (ais)



Beitrag erschienen in Ausgabe 03/2019

 

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