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Backpulver bei Krebs: nichts bewiesen


Speisenatron killt Krebszellen – diese Schlagzeile ging vor einiger Zeit durch die Presse. Sie bezog sich auf eine in der Fachzeitschrift Cell publizierte Arbeit.

 

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Die Forscher hatten gezeigt, dass Backpulver im Trinkwasser von Mäusen dabei helfen kann, »still gelegte« Tumorbereiche wieder zu reaktivieren und sie so möglicherweise wieder empfindlich für eine Therapie zu machen.




Foto: Shutterstock/Anton Starikov


Der Krebsinformationsdienst (KID) weist jedoch darauf hin, dass solche Ergebnisse aus der Grundlagenforschung nicht ohne weiteres auf den Menschen zu übertragen sind. Bislang gibt es keine klinische Studie mit Krebspatienten, die eine Wirkung solcher­ Backtriebmittel belegt.

Dies gilt auch für Aus­sagen aus der komplementären und alternativen Me­di­zin, nach denen Backpulver und Natron in Kombination mit Melasse oder Zitronensaft eine Krebstherapie wirksam ergänzen oder sogar ersetzen könnten. Vielmehr kann die Einnahme von Natron und Backpulver zu Neben- und Wechselwirkungen führen. Patienten, die unbedingt Natron einnehmen möchten, sollten zumindest ein bis zwei Stunden Einnahmeabstand zu anderen Arzneimitteln einhalten, empfiehlt der KID. Hinter dem Begriff Natron­ verbirgt sich Natriumhydrogencarbonat. Bei Backpulver handelt es sich um eine Mischung aus Natrium- oder Kaliumhydrogencarbonat mit einem Säuerungs­mittel und Trennmittel. (ais)



Beitrag erschienen in Ausgabe 03/2019

 

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