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Ernährung kann Rheuma-Schmerzen lindern


Von Annette Immel-Sehr / Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) sollten Nahrungsmittel bevorzugen, die entzündungshemmende Substanzen enthalten. Dazu gehören unter anderem fettreicher Seefisch sowie Lein-, Raps- und Walnuss­öl.

 

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Darauf macht der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) in einer Pressemitteilung aufmerksam. Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass bestimmte Fettsäuren den Verlauf chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie RA positiv beeinflussen. So ist zum Beispiel die entzündungshemmende Wirkung von Eicosapentaen­säure (EPA), Alpha-1-Linolensäure oder Gamma-­Linolensäure gut belegt. EPA, eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, ist Vorstufe der körpereigenen Prostaglandine, die Entzündungen hemmen.




Foto: Shutterstock/tab62


Gesättigte Fettsäuren, wie sie in Fleisch und fettreichen Milchprodukten enthalten sind, fördern dagegen Entzündungen. Ein Beispiel ist die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure (AA), die im Organismus zu entzündungsfördernden Gewebshormonen umgebaut wird.

»Ausschlaggebend ist nicht die zugeführte Menge an sich, sondern das Verhältnis zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Fettsäuren«, erklärt Dr. Jörg Wendler vom BDRh. »Die beiden Fettsäuren AA und EPA konkurrieren um dieselben Enzyme, die am Auf- beziehungsweise Abbau der Prostaglandine beteiligt sind.« Ein hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren im Verhältnis zur Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure beanspruche mehr Enzyme, die für die Bildung entzündungshemmender Substanzen benötigt werden. Dadurch fehlen diese Enzyme zur Produktion der Prostaglandine, die Entzündungen fördern. »Deshalb sollten RA-Patienten eine Ernährung bevorzugen, deren Fettanteil hauptsächlich aus Pflanzen und fettreichem Seefisch stammt«, rät Wendler. Dies könne die medikamentöse Therapie wirkungsvoll unterstützen. /

Quelle: Berufsverband deutscher Rheumatologen e.V.



Beitrag erschienen in Ausgabe 03/2015

 

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